Diehl Aerospace verkürzt Kapazitätsplanung von Wochen auf Tage mit Projektmanagement-Tool
 
 

Diehl Aerospace verkürzt Kapazitätsplanung von Wochen auf Tage mit Projektmanagement-Tool

Produkt-Entwicklungen für die Luftfahrtindustrie laufen in hoch komplexen Projekten ab – in der Regel standortübergreifend, manchmal unter Beteiligung von mehreren Hundert Experten, immer aber mit einem gegebenen Budget und einem fixen Pool von Kapazitäten. Hinzu kommen politisch begründete Zeitvorgaben und Einflüsse, die die Projekte antreiben. Diehl Aerospace, führender deutscher Anbieter von Avioniksystemen, Beleuchtungskonzepten und Kabinensystemen für die Luftfahrtindustrie, entwickelt unter diesen Rahmenbedingungen Produkte sowohl für zivile als auch militärische Luftfahrzeuge. Zwei der jüngsten Entwicklungs-Highlights waren das neuartige Türsystem (Doors and Slides Management System) und das Flugsteuerungssystem (Slat Flap Control System) für den Airbus A380. Um die Entwicklungsprogramme professionell strukturieren zu können, mehr Transparenz zu erzielen und vor allem zu einer angemessenen Planungstiefe der hoch komplexen Projekte zu finden, hat sich Diehl Aerospace bereits 2005 für die Einführung von Primavera entschieden. Damit konnte das Unternehmen seither etliche Großprojekte für sich gewinnen, die ohne Unterstützung durch ein solches Tool planerisch nur schwer hätten bewältigt werden können.

 
Hohe Komplexität

A word from Diehl Aerospace GmbH

  • “Mit Oracle Primavera ist eine strukturierte Programmplanung möglich, die wir früher mit anderen Mitteln nicht erreicht haben.” – Matthias Großkopf, Entwicklungsleiter Frankfurt, Diehl Aerospace GmbH

In einem typischen Projekt bei Diehl Aerospace werden zum Beispiel zur Entwicklung von Avionikcomputern jeweils Hardware, Software und Mechanik geplant. Zu diesen drei so genannten Work Packages ist jeweils eine Anzahl an Modulen zu verplanen. Hinzu kommt eine Systemabteilung, die ihre Aktivitäten mit einbringt – ein Großprojekt setzt sich immer aus mehreren Avionikcomputern zusammen, die dem Kunden dann als vollständiges System geliefert werden. Beispiel hierfür ist etwa die Steuerung der Türöffnung und -schließung oder die Steuerung der Notrutschen eines Flugzeugmodells.

Ein weiteres Kriterium, das zur Komplexität der Planung beiträgt, ist die Dauer eines Projekts. Sie beträgt durchschnittlich drei Jahre, wobei in Großprojekten mitunter rund 200.000 Stunden zu verplanen sind. Dabei werden nicht nur interne, sondern auch externe Ressourcen mit dem Tool verwaltet. Derzeit führt Diehl Aerospace durchschnittlich acht Großprojekte standortübergreifend aus, für die etwa 250 Personen eingesetzt und ebenfalls geplant werden müssen. Damit nicht genug, gibt es neben den großen natürlich auch verschiedene kleinere Projekte.

 
Vom „Maltool“ zum professionellen Projektmanagement

 
Zuverlässig durch Ressourcenmanagement

 
Kapazitätsplanung in Tagen statt Wochen

 
Persönliche Arbeitsabläufe verändert

 
 

 
 

Solutions

  • Verkürzung der Projektkapazitätsplanung von Wochen auf Tage
  • Strukturierte Programmplanung
  • Standortübergreifende Ressourcenverwaltung
  • Transparenz und erhöhte Qualität in der Avionik-Entwicklung

Why Oracle

Je komplexer und länger sich ein Produktentwicklungsprojekt darstellt, desto wichtiger ist es, zu jeder Zeit Aussagen zu Projektplanung, Projektstatus, Kontierungsstatus, Earned Values und zu inhaltlichen Fortschritten machen zu können. Dafür hatte Diehl Aerospace systematisch nach einem geeigneten Tool gesucht. Es sollte auf jeden Fall ein verbreitetes Mainstream-Produkt sein und komplett alle Anforderungen abdecken. Eine klassische Machbarkeitsstudie mit Benchmarking der am Markt verfügbaren Projektmanagement-Tools führte zu Primavera. Für diese Lösung sprach auch, dass der an Diehl Aerospace beteiligte Gesellschafter Thales bereits Primavera als Planungstool einsetzte. So war absehbar, dass man übergreifend Daten übernehmen und ineinander führen und zum Beispiel an vorhandene Zeiterfassungssysteme und andere anpassen können würde.

Außerdem sprachen auch die Kosten für Beschaffung und Lizenzen für Primavera.

Implementation Process

Im September 2005 wurde mit Inteco ein Projekt-Kick-off veranstaltet. Zügig folgten alle vorbereitenden Maßnahmen, die Einführung der Mitarbeiter und Schulungen. Es wurden ein Pilotprojekt definiert und neue Prozesse kreiert. Sechs Monate lang begleitet ein Consulting-Mitarbeiter von Inteco Diehl Aerospace, definierte die Planungsbegleitprozesse und schrieb ein Primavera-Handbuch für das Unternehmen, um die Einführung richtig zu unterstützen. Primavera wurde innerhalb weniger Monate problemlos eingeführt.

Partner

Der 1988 gegründete Anbieter von unternehmensweiten Projektmanagement-Lösungen Inteco GmbH war im Jahr 2005 Vertriebspartner von Primavera und hatte das Tool auch bei Thales eingeführt. Daher lag auch für Diehl Aerospace eine Kooperation nahe. Inteco beschäftigt heute rund 60 Mitarbeiter und hat sich darauf spezialisiert, vorhandene und neue Lösungs-komponenten, auch unterschiedlicher Hersteller, zu einem Gesamtkonzept zu kombinieren.