Roche setzt weltweit auf innovatives Data Warehouse-Konzept: Integrativ statt zentralistisch
 
 

Roche setzt weltweit auf innovatives Data Warehouse-Konzept: Integrativ statt zentralistisch



F. Hoffmann-La Roche Ltd. ist ein weltweit führendes Gesundheitsunternehmen, das in den Bereichen Pharma und Diagnostics tätig ist. Innovation durch wissenschaftliche Spitzenleistungen ist die Antwort des Unternehmens auf medizinische Fragen. Dabei konzentriert man sich auf jene Krankheiten, die bisher nicht ausreichend behandelbar sind. Roche ist weltweit das grösste Biotechnologie-Unternehmen und Nummer 1 in Erforschung, Entwicklung und Vermarktung von Krebsmedikamenten und In-vitro-Diagnostika. Weltweit beschäftigt das Unternehmen rund 80.000 Mitarbeiter und vertreibt seine Produkte in über 150 Ländern. Konzern-Hauptsitz ist in Basel, Schweiz.

Viele global agierenden Unternehmen stehen bezüglich ihrer Data Warehouse-Strategie (DWH) vor der gleichen Herausforderung: Zentralistische Ansätze benötigen Jahre zur vollständigen Umsetzung, scheitern häufig bzw. finden kaum Akzeptanz bei den Mitarbeitern. Der Aufbau und die Pflege lokaler Lösungen verhindern einen „Single Point of Truth“, lassen alle Beteiligten das Rad immer wieder aufs Neue erfinden und sind mit entsprechend hohem Aufwand und ebensolchen Kosten verbunden.

Letzteres war auch die Ausgangslage bei Roche, bevor man sich entschloss, mit dem Global Oracle Data Warehouse (GODW) gemeinsam mit dem Oracle Partner Trivadis einen dritten Weg zu gehen. Im Rahmen des Integrated Data Warehouse Programms (IDW) wurde ein Best Practice Guide in Verbindung mit einem zentralen DWH-Framework sowie zentral verfügbaren Stammdaten aus dem unternehmensinternen Master Data Management System als Basis geschaffen, um die weltweit bestehenden Insellösungen sukzessive abzulösen. Wie sich sehr bald herausstellte, handelt es sich hierbei um einen Ansatz, der von grossem Erfolg gekrönt ist. Inzwischen wurden bereits rund 30 Projekte auf der neuen Umgebung aufgesetzt und 100 DWH-Entwickler im Einsatz der Standards und der Nutzung des Frameworks geschult. Insgesamt werden weltweit rund 10.000 registrierte Anwender für die verschiedensten Reporting-Zwecke mit dieser zentralen Umgebung arbeiten.

Roche ist es damit gelungen, bei seinem DWH-Ansatz einen enorm hohen Grad an Standardisierung und Effizienz mit ebenso hoher Flexibilität für die verschiedensten globalen, regionalen und lokalen Anwendergruppen zu verbinden. Für das Data Warehouse setzt das Unternehmen auf Oracle Technologie, um die nicht unbeträchtlichen Anforderungen an Performance und Verfügbarkeit beim Einsatz rund um die Uhr sicher abdecken zu können. Das Global Oracle Data Warehouse (GODW) bildet eine wesentliche Grundlage der funktionsübergreifenden integrativen DWH-Strategie des Unternehmens.

 
Historisch gewachsene Vielfalt im Reporting

A word from F. Hoffmann-La Roche Ltd.

  • "Die Oracle Database Enterprise Edition bietet uns mit den Management Packs zahlreiche Möglichkeiten, das Global Oracle Data Warehouse optimal auf unsere Anforderungen auszulegen." – Andreas Witzmann, Integration Architect im BI Competence Center, F. Hoffmann-La Roche Ltd.

Meist „aus der Not“ entstanden, um den rasant ansteigenden Informations- und Reporting-Bedarf abzudecken, bringen lokale, d. h. isolierte DWH-Lösungen grosse Nachteile mit sich. Das war auch bei Roche der Fall, wo rund 50 verschiedene Umgebungen betrieben wurden. Es war nicht möglich, sich mithilfe des DWH-Ansatzes einen vollständigen Überblick über das Unternehmen zu verschaffen, obwohl dieser Schritt eine der zentralen Aufgaben eines DWH darstellt. Ein „Single Point of Truth“ bzgl. der Daten fehlte, ein erheblicher Anteil an Daten wurde redundant gehalten und gleichzeitig gab es zahlreiche funktional ähnliche Lösungen mit unterschiedlichen Dateninhalten – alles Faktoren, die beachtliche Kosten verursachten.

Der steigende Informationsbedarf zog einen fast unkontrollierbaren Anstieg an Reporting-Applikationen auf lokaler, regionaler und globaler Ebene nach sich. Trotzdem konnten neue Anforderungen nicht im gewünschten Umfang bzw. Zeitrahmen befriedigt werden. Es mangelte an Vorgaben für die verschiedenen DWH-Entwicklungsgruppen und die Teams konnten ihr Wissen untereinander nicht austauschen.

„Wir hatten verschiedene DWHs, verschiedene ETL-Tools, verschiedene Reporting-Frontends – es war einfach nur Wildwuchs, der viele Entwicklungsressourcen band, zu grossem Kopieraufwand bei den Daten führte und mit enormem Administrationsaufwand verbunden war“, fasst Andreas Witzmann die Ausgangslage zusammen. „Das Ganze war fehleranfällig und teuer und erzielte bei weitem nicht die Resultate, die man von einer DWH-Strategie erwarten könnte.“

 
Von der Paperware über den Proof-of-Concept zum praktischen Erfolg

 
Evolutionäres Vorgehen – mit jedem Projekt übergreifenden Nutzen schaffen

 
 

 
 

Challenges

  • Über 50 verschiedene Data Warehouse-Umgebungen (DWH) zum Abdecken des weltweiten Informations- und Reporting-Bedarfs
  • Ein vollständiger Überblick über das Unternehmen im DWH fehlte ebenso wie ein „Single Point of Truth“ bzgl. der Daten
  • Pharmazeutische Stammdaten wie Medikamente, Chemikalien, Produkte, Rohmaterialien, aber auch Basisstammdaten wie z. B. Länderlisten, Kostenstellen oder Währungen wurden redundant gehalten
  • Funktional ähnliche Lösungen wie Clinical Trial Management wurden redundant entwickelt
  • Enormer Anstieg an Reporting-Applikationen auf lokaler, regionaler und globaler Ebene mit hohem Entwicklungs-, Wartungs- und Administrationsaufwand

Solutions

Oracle Product and Services

  • Konzipierung eines Best-Practice-Guides, der sämtliche Standards und Methoden der integrativen Lösung definiert, auf Basis der Blueprints des Oracle Partners Trivadis AG
  • Installation und Aufbau des DWH-Frameworks auf Basis der Oracle Database Enterprise Edition und diversen Oracle Management Packs
  • 100 DWH-Entwickler wurden weltweit in der Nutzung der integrativen Umgebung geschult, ca. 30 Projekte setzen bereits auf zentralem DWH-Framework auf, sukzessive werden alle DWH-Umgebungen auf die zentrale Plattform migriert
  • Zentrale Bereitstellung aller Stammdaten aus dem internen Master Data Management System
  • Globale bzw. regionale Daten können flexibel mit Informationen aus dem jeweiligen Land verknüpft werden
  • Deutliche Einsparungen der Entwicklungs-, Wartungs- und Administrationskosten im DWH-Umfeld

Why Oracle

Die Oracle Database hat sich bei Roche in Bezug auf grosse Datenbanken als De-facto-Standard etabliert. Verfügbarkeit, Skalierbarkeit und Performance sind die Schlüsselfaktoren, um die Akzeptanz der weltweiten Anwender zu sichern. Das End-User-Reporting-Werkzeug muss dementsprechend schnell mit Daten aus dem DWH beliefert werden. Mit dem Oracle Diagnostics und Oracle Tuning Pack wird automatisch sichergestellt, dass es hier nicht zu Engpässen kommt. Und sollten sich Probleme abzeichnen, können diese sehr effizient analysiert und behoben werden.

Die Skalierbarkeit der Plattform ist optimal auf das zukünftige Wachstum des GODW ausgerichtet. Obwohl das GODW nach einem Jahr produktiver Nutzung mit rund 500 Gigabyte Datenvolumen noch vergleichsweise klein ist, erwartet man ein erhebliches Wachstum, da jedes Projekt eigene Daten „mitbringt“, so dass bis Ende 2012  bereits 10 Terabyte erreicht werden sollen.

Steigt die Last stark an, können neue Maschinen ergänzt und die Plattform auf einen grösseren Cluster verteilt werden – und das ohne besonderen Aufwand, ein Umstand, der für das BI Competence Center entscheidend ist.
 
Dazu meint Andreas Witzmann, Integration Architect im BI Competence Center von Roche: „Der durchschlagende Erfolg des GODW führt dazu, dass zahlreiche weitere BI-Projekte bereits in der Pipeline auf ihre Umsetzung warten. Mit Oracle sind wir auf das daraus resultierende Wachstum im DWH jederzeit bestens vorbereitet.“

Partner

Die Trivadis AG ist erfolgreicher Anbieter von IT-Lösungen und Dienstleistungen mit über 550 Mitarbeitern in der Schweiz, Deutschland und Österreich. Die Mitarbeiter vereinen konzeptionelle und methodologische Kompetenz mit langjährigem technologischem Know-how.

Die kontinuierlich erworbenen Erfahrungen im BI-Umfeld hat Trivadis in den Business Intelligence Blueprints für Architektur und für Projekt-Implementierung gebündelt. Beide Methoden bieten dem Kunden eine fundierte Expertise, wie BI-Projekte effizient implementiert werden können. Die Trivadis Business Intelligence Blueprints und Best Practices minimieren die Projektrisiken, sichern die Qualität der Projekte und sorgen für einen schnelleren ROI.
„Roche ist einzigartig, was unsere Produkte angeht. In unseren Anforderungen an eine globale DWH-Strategie sind wir aber nicht einzigartig, es machte daher wenig Sinn, alles von Grund auf neu zu entwickeln. Unser Ziel war es, einen Partner zu finden, der uns anhand ausgereifter Vorlagen beim Aufbau des GODW und der Roche Best-Practice-Guides wirkungsvoll unterstützen kann. Mit Trivadis haben wir genau den richtigen Partner gefunden“, lobt Andreas Witzmann den Schweizer Anbieter.