Oracle Red Bull Racing liefert Meisterschaftssaison unterstützt durch Oracle Cloud

Das F1-Weltmeisterteam erweitert seine Technologiepartnerschaft und nutzt die Oracle Cloud für Echtzeit-Rennsimulationen, Fan-Engagement, Motorenentwicklung und vieles mehr.

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Oracle Cloud spielte eine Schlüsselrolle bei jedem einzelnen Grand Prix, den wir in diesem Jahr gewonnen haben, und bei jedem Grand Prix, bei dem wir wichtige Erfolge erzielt haben.

Christian HornerTeamchef und CEO, Oracle Red Bull Racing

Hervorragendes Fahrverhalten und technikgestützte Strategie

Als Oracle Red Bull Racing-Fahrer Max Verstappen sich im Juli 2022 auf dem 10. Platz für den Großen Preis von Ungarn qualifizierte, wusste der amtierende Fahrer, dass er sich durch das komplette Feld kämpfen müsste, um auch nur in die Nähe eines Podiumsplatzes zu kommen. Aber Verstappen und das Team gaben sich nicht damit zufrieden, nur ein paar Plätze aufzusteigen. Sie errechneten akribisch eine aggressive Rennstrategie, und auf einer Strecke, die für ihre schwierigen Überholmanöver berüchtigt ist, gewann Verstappen mit einem Vorsprung von fast acht Sekunden und egalisierte damit den Rekord für den besten Aufholsieg in der Geschichte des Teams.

Red Bull Racing

Das Rennen in Ungarn war ein Paradebeispiel für die Kombination aus technischer Strategie, Teamwork und hervorragendem Fahrverhalten durch Verstappen und Sergio Pérez, die in der Saison 2022 ein Markenzeichen von Oracle Red Bull Racing war. Auf diese Weise gewann das Team die Konstrukteurs-WM, den wichtigsten Teampreis des Sports, und Verstappen verteidigte die Fahrer-WM. Das Team hat eine enge Technologiepartnerschaft mit Oracle, die auch die Ausführung von Milliarden von Monte Carlo-Simulationen mithilfe von Oracle Cloud Infrastructure (OCI) umfasst, um die verschiedenen Szenarien und Ergebniswahrscheinlichkeiten vor und während jedes Grand Prix zu untersuchen.

„Dank der vielen Simulationen vor dem Rennen ist es sehr einfach, während des Rennens eine Strategieänderung durchzuführen, denn alles ist bereits da, alles ist vorbereitet“, so Verstappen. „Ich denke, wir hatten definitiv einen strategischen Vorsprung gegenüber anderen Teams.“

Die beiden wichtigsten F1-Trophäen zu gewinnen, ist keine leichte Aufgabe und verdeutlicht die Innovationskraft des Teams, das Daten und Technologien einsetzt, um Erfolge einzufahren. Zusätzlich zu den Simulationen auf der Rennstrecke unterstützt die Oracle Technologie die Einführung der Fan-Engagement-Plattform von Oracle Red Bull Racing „The Paddock“ und derzeit auch die Anfangsphase der Entwicklung eines neuen Rennmotors durch Red Bull Powertrain, der im Jahr 2026 debütieren soll.

„Es war eine unglaubliche Saison, so viele Hochs, so viele tolle Leistungen“, so Christian Horner, Teamchef und CEO von Oracle Red Bull Racing. „Als Team waren wir in dieser Saison sowohl auf als auch neben der Rennstrecke erfolgreich, und das liegt in hohem Maße an den Technologiepartnern, die eine Schlüsselrolle bei diesem Titelgewinn gespielt haben.“

Dank der vielen Simulationen vor dem Rennen ist es sehr einfach, während des Rennens eine Strategieänderung durchzuführen, denn alles ist bereits da, alles ist vorbereitet. Ich denke, wir hatten definitiv einen strategischen Vorsprung gegenüber anderen Teams.

Max VerstappenOracle Red Bull Racing-Fahrer

OCI unterstützt die Rennstrategien von Oracle Red Bull Racing

Obwohl die Saison 2022 am Ende Meisterschaften und Rekorde brachte, musste Oracle Red Bull Racing auf dem Weg dorthin schwere Rückschläge hinnehmen. Anfang der Saison waren die ersten Modelle des Red Bull RB18-Rennwagens schwerer und schwieriger zu fahren, da sich alle F1-Teams an die neuen Vorschriften der Fédération Internationale de l'Automobile anpassen mussten, die für 2022 das Fahrzeugdesign komplett überarbeitet hatten. Beim F1-Saisonauftakt auf dem Bahrain International Circuit zwangen technische Probleme Verstappen und Pérez kurz vor dem Ziel zum Rennabbruch. Verstappen musste zwei Rennen später in Australien ein weiteres „Did Not Finish“ (DNF) hinnehmen, wodurch er in zwei der ersten drei Rennen seiner Titelverteidigung ohne Punkte blieb. Das Team zögerte keine Sekunde, und alle zogen an einem Strang, um Korrekturen vorzunehmen.

„Alle sind natürlich sehr enttäuscht, wenn etwas schief geht. Wir konzentrieren uns aber auch sofort wieder auf das, was wir verbessern müssen“, so Verstappen. „Und alle sind super motiviert. Auch wenn wir ein hartes Wochenende haben, verdauen wir es natürlich erstmal, aber dann freuen wir uns sofort auf das nächste.“

Am Backend verlässt sich Oracle Red Bull Racing auf OCI als Motor der Strategievorgänge. Auf ähnliche Weise wie Lieferkettenbetriebe Monte Carlo-Simulationen ausführen, um Engpässe zu erkennen, oder Wall Street-Investoren, um Portfolio-Risiken zu modellieren, nutzt das Team OCI – sowohl vor dem Rennen als auch in Echtzeit, während sich die Ereignisse entfalten –, um Simulationen durchzuführen, die die Wahrscheinlichkeit maximaler Punktgewinne bei verschiedenen Strategieentscheidungen messen, z. B. wann man an die Box kommt und welche Reifen man benutzt.

Dank der niedrigen Kosten und der hohen Leistung von OCI konnten die Strategen des Teams während jedes Rennens etwa vier Milliarden Simulationen durchführen. Das bedeutet, dass während der Saison 2022 jede Sekunde Millionen von Simulationen durchgeführt wurden. Das Team hat mit Oracle Container Engine for Kubernetes seine Simulationsanwendungen containerisiert und diese Modelle dann mit leistungsstarken Ampere-CPUs auf OCI ausgeführt. Die Strategie des Teams für den technischen Betrieb ähnelt derjenigen, die auch in anderen Branchen angewandt wird: Die Automatisierung von Kubernetes, das in der Cloud verwaltet wird, wird genutzt, um die richtige Rechenleistung für jede Art von Workload zu finden. Durch den Zugang zu dieser großen Anzahl von Simulationen werden die Strategieentscheidungen des Oracle Red Bull Racing-Teams detaillierter und das Selbstvertrauen steigt.

„Dank der Oracle Cloud können wir spontan fundierte Entscheidungen zu treffen, schneller reagieren und uns an das Verhalten unserer Konkurrenten während eines Rennens anpassen“, so Horner. „Oracle Cloud spielte eine Schlüsselrolle bei jedem einzelnen Grand Prix, den wir in diesem Jahr gewonnen haben, und bei jedem Grand Prix, bei dem wir wichtige Erfolge erzielt haben, durch die wir in dieser Saison alle unsere Rekorde gebrochen haben.“ Der 25 Jahre alte Verstappen stellte 2022 einen neuen Rekord für die meisten Siege in einer Saison auf.

Inmitten so vieler denkwürdiger Rennen war Verstappens Erfolg auf dem Hungaroring in Ungarn ein Paradebeispiel für seine Fähigkeiten und seine Gelassenheit, aber auch für das Vertrauen der Fahrer und des Teams in ihre Strategie, die von Will Courtenay, dem Head of Race Strategy, oder von Principal Strategy Engineer Hannah Schmitz von der Boxenmauer der Rennstrecke aus geleitet wird.

„In Ungarn mussten wir geduldig sein und den richtigen Zeitpunkt für den Boxenstopp sowie die richtigen Reifen wählen“, so Verstappen. „Dank unserer Strategie haben wir weitergemacht, uns auf das verlassen, was wir für richtig hielten, und so schließlich das Rennen gewonnen.“

Innovationen beim Fan-Erlebnis und im Rennsportgeschäft

Für Oracle Red Bull Racing geht der Schwerpunkt „technische Innovation“ über die Strecke hinaus. Mithilfe von Oracle CrowdTwist Loyalty and Engagement hat das Team The Red Bull Racing Paddock gestartet, eine Plattform, mit der Fans Punkte sammeln können, um Zugriff auf exklusive Waren und digitale Downloads zu erhalten. Seit seinem Start hat The Red Bull Racing Paddock seine Mitgliederzahl um mehr als 950 % erhöht. Das Team hat kontinuierlich Funktionen und Inhalte hinzugefügt, um die Fans auch zwischen den Rennen und in der Nebensaison zu unterhalten.

„Es ist enorm wichtig, als Team an der Innovationsspitze zu bleiben, vor allem mit unserer Anhängerschaft, die ständig wächst“, so Horner. „Mit Initiativen wie The Paddock, die unsere Fans näher an das Geschehen, an die Informationen und an das Team heranführen, haben wir die Möglichkeit, unsere Fans kennenzulernen. Es ist etwas, was wir unglaublich ernst nehmen – die Interaktion mit dem Herzstück unseres Teams, nämlich den Fans.“

Mit Blick auf die Zukunft hat sich das Team ein Ziel gesetzt, das genauso schwierig sein könnte wie der Gewinn einer weiteren Meisterschaft: Die Entwicklung und Herstellung eigener Rennmotoren. Ein solcher Umstieg wäre für ein Unternehmen, das noch nicht in der Automobilindustrie tätig ist, vor einigen Jahren noch unvorstellbar gewesen, doch der cloudbasierte Zugang zu leistungsstarken Computing-Ressourcen hat dazu beigetragen, dass sich die Möglichkeiten mit einer solch anspruchsvollen Technik verändert haben. Als sich Honda dazu entschied, keine F1-Motoren mehr zu entwickeln, traf Oracle Red Bull Racing also die mutige Entscheidung, für die Saison 2026 einen eigenen Motor zu entwickeln. „Wir haben das Personal eingestellt, wir haben die Infrastruktur, und vor allem haben wir die Werkzeuge“, so Horner.

Cloud-Infrastruktur ebnet das Spielfeld für Unternehmen, die Rechenleistung für fortschrittliche Entwicklung benötigen, z. B. computergestützte Strömungsberechnungen (CFD). Entwickler von Produkten, die von Autos über Kaffeemaschinen bis hin zu Elektronik reichen, verwenden CFD-Tools, doch bisher waren massive Investitionen in On-Premises-Rechenzentren für Technologien erforderlich, die möglicherweise nur sporadisch genutzt werden. Mit OCI können Oracle Red Bull Racing-Ingenieure sofort mit CFD-fähigen Computern arbeiten, ohne dass Overhead-Kosten entstehen, wenn diese Kapazität nicht genutzt wird.

„Die Geschwindigkeit, mit der wir arbeiten, ist so hoch, und die Cloud-Technologie von Oracle hat uns wirklich enorm geholfen – Da wir nicht darauf warten mussten, dass ein Rechenzentrum vor Ort gebaut wird, konnten wir innerhalb von 12 Monaten von einem leeren Blatt Papier zu einer betriebsbereiten Maschine übergehen“, so Horner.

Auf einer anderen Front nimmt Oracle Red Bull Racing außerdem an der F1 Esports Series Pro Championship teil, bei der die weltweit besten Simulations-Rennfahrer um Fahrer- und Teammeisterschaften konkurrieren. Oracle Red Bull Racing setzt auf OCI, um Telemetriedaten aus den simulierten Rennen in Echtzeit zu verarbeiten und bis zu 130.000 Datenpunkte pro Sekunde im Laufe eines Esports-Rennens zu erfassen. Diese Daten können in KI- und ML-Modellen verwendet werden, um die Team- und Fahrerleistung zu optimieren.

Unabhängig vom F1-Team arbeitet Red Bull Advanced Technologies mit KI-Experten von Oracle daran, KI, die auf OCI läuft, einzusetzen, um die nächste Generation von Fahrern auszubilden.

„Unsere erste Saison als Oracle Red Bull Racing war eine phänomenale Reise“, so Horner. „Wir haben enorm von der Technologie von Oracle profitiert, ganz gleich, ob es um die Boxenmauer geht, die Entwicklung eines neuen Motors oder die Interaktion mit unseren Fans. Es war in allen Bereichen des Unternehmens ein unglaublich lohnendes Jahr mit Oracle, sowohl auf als auch neben der Rennstrecke.“

Veröffentlicht:14. November 2022