Keynote von der Oracle OpenWorld 2017 – Thomas Kurian

Mehr als nur Cloudfunktionen: Oracle bietet einen Ausblick in die Zukunft

Von Chatbots bis zur künstlichen Intelligenz erläutern die beiden Führungskräfte bei Oracle, Thomas Kurian und Dave Donatelli, wie Unternehmen die neuen Möglichkeiten zu ihrem Vorteil nutzen können.

Von Chris Murphy


Thomas Kurian, President of Product Development bei Oracle, hat die zukünftige technologische Ausrichtung von Oracle vorgestellt, die künstliche Intelligenz, maschinelles Lernen, Chatbots und neue Mensch-Maschine-Schnittstellen umfasst.


President of Development Thomas Kurian spricht darüber, wie Oracle neue Technologien und neue Formen von Benutzerschnittstellen in seine Cloud-Angebote einfließen lassen wird.

In einer Keynote-Präsentation bei der Oracle OpenWorld in San Francisco erklärte Kurian, dass diese neuen Technologien jetzt in die Vision passen, die Oracle verfolgt, seit es vor einem Jahrzehnt mit dem Erstellen seiner Cloud-Angebote begonnen hat: Dass jeder von jedem Ort der Welt mit lediglich einem Browser oder einem Telefon auf die Leistungsstärke sämtlicher Oracle Technologien zugreifen kann.

„Wir zeigen Ihnen nicht nur die neuen Innovationen, die wir in der Oracle Cloud haben, sondern auch einen Blick in die Zukunft von Oracle, wie wir die neuen Technologien wie autonomes Computing, künstliche Intelligenz, IoT, Blockchain und neue Formen von Mensch-Maschine-Schnittstellen in unser Cloud-Angebot einfließen lassen”, erklärte Kurian.

Diese schnell aufstrebenden Technologien bieten Unternehmen die Chance, einen Wettbewerbsvorteil zu erzielen, weshalb es sogar noch wichtiger wird, dass Unternehmen eine klar definierte Cloud-Strategie verfolgen, erklärte Dave Donatelli, Executive Vice President bei Oracle, im Verlauf derselben Keynote-Präsentation.


Oracle Executive Vice President Dave Donatelli spricht darüber, wie schnell aufstrebende Technologien Unternehmen die Chance bieten, einen Wettbewerbsvorteil zu erzielen.

„Wir sind alle mit unserer täglichen Arbeit ausgelastet. Wie sollen wir also die Zeit finden, unser Unternehmen zu transformieren, um die Chancen zu nutzen, die diese Technologien darstellen?” fragte Donatelli. Er erklärte, dass Cloud Services Unternehmen in die Lage versetzen, weniger Zeit und Geld für den routinemäßigen IT-Support und die Wartung aufzuwenden, was die Kompetenzen und Ressourcen freisetzt, um neue Technologien in den Unternehmen anzuwenden.

Donatelli merkte an, dass Oracle der einzige Cloud-Anbieter ist, der Unternehmen drei verschiedene Möglichkeiten bietet, diese neuen Technologien einzuführen. Sie können diese wie bisher serverbasiert bereitstellen, alle Vorteile eines Cloud-Abonnementmodells nutzen und gleichzeitig mit dem Modell Oracle Cloud at Customer in ihrem eigenen Rechenzentrum ausführen oder ein reines Cloud-Modell nutzen. „Dies hat uns in die Lage versetzt, Kunden aller verschiedenen Formen, Größen und Reifegrade zu bedienen”, sagte er.

Kurian sprach anschließend über die Breite der Oracle Cloud Services im Hinblick auf Anwendungen, Infrastruktur, Plattform und Data as a Service (DaaS). Er und Mitglieder seines Entwicklungsteams demonstrierten wie Oracle neue Technologien anwendet, um diese Cloud-Vision voranzutreiben. Hier drei Beispiele.

Der Aufstieg von Chatbots und neuen Benutzerschnittstellen

Kurian zeigt wie ein Sportteam einen Chatbot nutzen kann, damit ein Kunde mit dem Facebook Messenger prüfen kann, ob Sitzplätze frei sind, die verschiedenen Optionen durchsuchen und Tickets kaufen kann. Mit im Hintergrund ausgeführten KI-Algorithmen kann der Bot dann entscheiden, welches Angebot er machen kann, das die beste Chance auf zusätzlichen Umsatz bietet, z. B. eine Essenslieferung an den Sitz des Kunden.

Mit der neuen Möglichkeit Bots zu erstellen, die Oracle im Rahmen von Oracle Mobile Cloud Enterprise bietet, können Unternehmen diese Art eines neuen interaktiven Kundenerlebnisses mit Drag-and-Drop-Tools erstellen. Entwickler definieren, wie die Unterhaltung ablaufen soll, welche Fragen Kunden möglicherweise stellen und welche Nachrichtenkanäle – wie Messenger, Slack, sprachbasierte Assistenten oder andere – Kunden verwenden können. In die Plattform integrierte Funktionen zur Verarbeitung natürlicher Sprache verstehen und lernen die Zwischentöne und den Kontext von Gesprächen. Und Entwickler können APIs nutzen, um den Bot in Backend-Systeme zu integrieren, um beispielsweise Daten wie den Spielplan und freie Sitzplätze abzurufen.

Unsere Vision für Analysen ist sehr einfach: jeder soll weltweit... beliebige Datentypen aus allen Datenquellen analysieren können...

—Thomas Kurian, President of Development bei Oracle

Chatbots sind nur eine Form der von Kurian beschriebenen neuen Benutzerschnittstellen, die Oracle weiterhin entwickeln und bereitstellen wird.

„Unsere Vision für die Benutzerschnittstelle für Anwendungen besteht darin, dass diese für Menschen nahtlos werden müssen”, erläuterte er. „Es sind nicht länger nur die Web- und Mobilbildschirme, Sie könnten auch mit der Anwendung sprechen. Sie können damit über Messaging interagieren. Sie können Bilder aufnehmen und wir können die Bilder identifizieren, diese mit anderen Sachen vergleichen und Transaktionen automatisieren.”

Neue Analysefunktionen

In einer Demo wurde das Beispiel eines Unternehmens gezeigt, das Facebook, Twitter und Instagram überwachen möchte, um seinen Markt und potenzielle Kunden besser zu verstehen. Für ein Gesamtbild braucht man aber mehr, als nur zu wissen, wie oft ein Produkt namentlich genannt wird. Ein Schuhmacher möchte wissen wie oft ein Bild seines Produkts oder das eines Konkurrenten angezeigt wird – und auch in welchem Kontext, etwa ob seine Schuhe von einem Profisportler oder von einem Kind auf dem Spielplatz getragen werden.

„Unsere Vision für Analysen ist sehr einfach: Jeder, nicht nur professionelle Analysten, soll weltweit beliebige Datentypen aus beliebigen Datenquellen analysieren können”, sagte Kurian. „Nicht nur Zahlen, sondern Bilder, Audio, Video, Textdaten, Sensordaten.”

Thomas Kurian

Oracle möchte, dass Kunden und Entwickler Informationstechnologie auf eine grundlegend neue Art nutzen, sagte Oracle President Thomas Kurian.

Kurian kündigte einen neuen Service an, Oracle Analytics Cloud, der Unternehmen dabei unterstützt, solche unterschiedlichen Daten in der Cloud zu verwalten, zu verarbeiten, zusammenzufassen und daraus Einblicke zu gewinnen. Und statt passiv auf einen Analysten zu warten, um Fragen zu stellen, wird das in das System integrierte maschinelle Lernen Vorschläge machen – indem es z. B. Bot-Datenverkehr identifiziert und nachfragt, ob Sie diesen in die Ergebnisse einbeziehen oder davon ausschließen möchten, oder indem es wichtige Performanceindikatoren erkennt und nachfragt, ob das System diese verfolgen soll. Ein Analyst kann diese Vorschläge annehmen oder eigene KPIs einrichten.

Und Diagramme werden nicht das einzige Mittel sein, mit dem erkannt wird, wann sich ein KPI verändert.

„Das System wird diese für Sie überwachen. Es wird Ihnen über den Bot eine Nachricht an Ihre bevorzugte Nachrichtenplattform senden und Ihnen mitteilen, dass sich die Daten verändert haben und dass der KPI davon betroffen ist”, führte Kurian aus. „Und es kann Ihnen sogar eine Voicemail schicken, um Ihnen mitzuteilen, warum sich die Daten verändert haben. Dies sind neue Denkansätze für die Visualisierung von Daten und die Zusammenarbeit mit Personen, die diese Daten nutzen.”

Anwendungen, die intelligenter werden

Oracle bietet eine KI-Plattform, mit der Entwickler maschinelles Lernen und KI-Algorithmen entwickeln und anwenden können. Gleichzeitig integriert Oracle künstliche Intelligenz direkt in seine Software-as-a-Service-Anwendungen und verwendet hierzu für ERP, HCM und CRM optimierte tiefgehende, domänenspezifische Algorithmen.

“Wir glauben, dass Anwendungen mit der Zeit intelligenter werden müssen”, sagte Kurian. „Und wir glauben, dass dies passieren wird, indem Geschäftsregeln, die in diesen Anwendungen manuell durch Menschen kodiert werden, durch auf künstlicher Intelligenz basierende Lernalgorithmen verbessert oder ersetzt werden.”

So werden z. B. ERP-Systeme Preisvergleiche durchführen, um bessere Preisempfehlungen für ein Produkt vorzulegen. Beschaffungs-Apps werden betrügerische Transaktionen besser erkennen. HR-Systeme werden das Erkennen von Spitzenkandidaten unterstützen oder die Schritte, um Mitarbeiter zu halten und deren Karriere weiterzuentwickeln.

Kunden und Entwickler [können] Informationstechnologie auf eine grundlegend neue Art verwenden... um ihre Organisation, ihre Unternehmen und die Welt zu verändern.

—Thomas Kurian, President of Development bei Oracle

Kurian führte das Beispiel eines typischen Managers an, der zu 99 von 100 Routineanfragen seine Zustimmung gibt. „Sie verschwenden also Ihre Zeit, indem Sie sich 99 Elemente ansehen, um das eine Element zu finden, das Sie ablehnen”, stellte er fest. „Stellen Sie sich vor, das System könnte dies für Sie erledigen.”

Kurian versicherte, dass Oracle diese Art der Innovation weiter vorantreiben wird.

„Wir machen dies, um Ihnen, unseren Kunden und Entwicklern eine Leinwand bereitzustellen, auf der Sie Ihre Vision und Ihre Ziele und Träume darstellen können, um Informationstechnologie auf eine neue Weise zu nutzen, eine grundlegend neue Weise, um Ihre Organisation, Ihre Unternehmen und die Welt zu verändern”, sagte Kurian.

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Die Aussagen in diesem Artikel in Bezug auf die Zukunftspläne, Erwartungen, Einstellungen und Intentionen von Oracle sind „Prognosen“ und unterliegen Risiken und Unwägbarkeiten. Diese Aussagen basieren auf den derzeitigen Erwartungen und Annahmen von Oracle, von denen sich einige außerhalb der Kontrolle von Oracle befinden. Sämtliche Informationen in diesem Artikel sind mit Stand vom 4. Oktober 2017 aktuell. Oracle ist nicht verpflichtet, die Aussagen bei abweichenden neuen Informationen oder künftigen Ereignissen zu aktualisieren.