Finance im digitalen Zeitalter

Finance Digital Transformation

Industrie 4.0 benötigt Finance 4.0

Dirk Thomas Wagner,
Sales Development ERP Cloud, @dtwgermany


Strategische Unternehmensentscheidungen treffen Menschen. Die Cloud kann ihnen aber die dafür nötigen Informationen in Echtzeit liefern.

Intel

Im Januar 2016 fanden sich über 2500 Führungskräfte aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft, Medien und Kultur im Schweizerischen Davos für das Jahrestreffen des World Economic Forum (WEF) zusammen. Das Thema war “Mastering the Fourth Industrial Revolution” – also die Problematik, wie die verschwimmenden Grenzen zwischen Mensch und Maschine bewältigt werden können.

Bisher brachte jede industrielle Revolution – angefangen beim Aufkommen mechanischer Fertigungsanlagen, über den Einsatz von Elektrizität bis hin zum Aufstieg des Computers – einen enormen Fortschritt für die Menschheit mit sich. Mit der vierten industriellen Revolution erreicht diese Entwicklung ein neues Stadium. Führende Unternehmen haben bereits damit begonnen, ihr Geschäftsmodell dem digitalen Zeitalter anzupassen.

 Die Finanzabteilung darf sich in der Industrie 4.0 nicht mehr auf Backoffice-Aktivitäten beschränken. 

Industrialisierung der Daten

Unternehmen sind heutzutage in hohem Maße auf Daten angewiesen: Daten über Tagesaktivitäten, Daten über Kosten, Daten über Mitarbeiter und nicht zuletzt Daten über die Kunden. Eine Finanzabteilung muss in der Lage sein, diese Informationen effizient zu sammeln, zu analysieren und zu bündeln. Nur so kann sie wertvolle, datenbasierte Entscheidungen treffen und die zukünftige Unternehmensstrategie wirkungsvoll beeinflussen.

Die Finanzabteilung darf sich in der Industrie 4.0 nicht mehr auf Backoffice-Aktivitäten beschränken – sie muss zu einem Kernstück der modernen Wirtschaft werden. Unternehmen benötigen heute Echtzeitwissen über alle Unternehmenswerte – technische, personelle und finanzielle. Nur so können sie nachvollziehen, wie gut sie auf neue Marktentwicklungen reagieren können und in welchem Bereich sie agiler werden müssen, um sich gegen die wachsendende Konkurrenz zu wappnen.

In der heutigen Welt des unmittelbaren Feedbacks gilt jede Information, die nicht in Echtzeit übertragen wird, als veraltet. Deswegen statten immer mehr Unternehmen ihre Finanzabteilung mit Cloud-Technologie aus. Denn so können sie komplexe Backoffice-Prozesse wie Planung, Budgetierung und Prognostizierung vereinfachen.

Mit Big-Data-Analysen lassen sich sicherlich neue Möglichkeiten am Markt identifizieren. Aber sie sagen nichts darüber aus, wie sich ein Unternehmen aufstellen muss, um diese Chancen auch tatsächlich zu nutzen. Moderne Finanzteams hingegen haben einen Detailüberblick über Mitarbeiter sowie Prozesse und können dadurch die erforderliche Beweglichkeit schaffen.

 Erst wenn Menschen Daten richtig interpretieren, lässt sich deren ganzes Potenzial nutzen – eine Chance für Finanzabteilungen. 

Industrie 4.0 und die Arbeitsplätze

Eines der Hauptthemen in Davos war das Aufkommen neuer Technologien und der damit einhergehende mögliche Wegfall von Arbeitsplätzen. Es wird geschätzt, dass durch die Einführung neuer Automatisierungstechniken sieben Millionen Stellen in Gefahr sind. Ein berechtigter Punkt: wenn diese Systeme in der Lage sind, einen besseren Überblick über die Unternehmenssituation und dessen Leistung zu geben, was bedeutet das für die Mitarbeiter?

Mit Industrie 4.0 werden Unternehmen mit Sicherheit ihre Prozesse und Strategien neu gestalten. Sie werden schnellere, tiefgehende Analysen ihrer Backoffice-Daten verwenden und neue Marktchancen erschließen. In Davos hatten viele Teilnehmer die Befürchtung, dass diese Veränderung Arbeitsplätze kostet. Ich sage: zu Unrecht! Die nächsten Jahre werden zeigen, welch hohen Mehrwert Industrie 4.0 mit sich bringt und die Finanzprofis den Unternehmen im digitalen Zeitalter dadurch zusätzlichen Nutzen bieten können.

Strategische Unternehmensentscheidungen werden letztlich von Menschen getroffen. Sicherlich geben Daten einen zunehmend genauen und umfassenden Überblick über alle relevanten Parameter. Allerdings können nur erfahrene Mitarbeiter mit umfassendem Fachwissen aus dieser Informationsfülle die richtigen Schlüsse zu ziehen.

Anders ausgedrückt: Erst wenn Menschen Daten richtig interpretieren, lässt sich deren ganzes Potenzial nutzen. Eigenschaften, wie strategisches Denken, Führungsstärke und ein tiefes Verständnis für das Zusammenwirken der einzelnen Abteilungen, werden sich als extrem wertvoll erweisen und den CFOs eine strategische Rolle im Unternehmen zusprechen.

Die Mitarbeiter der Finanzabteilung müssen sich nicht vor Automatisierungen fürchten. Vielmehr sollten sie die Chance ergreifen und den wachsenden Schatz an wertvollen Informationen nahtlos ins Alltagsgeschäft integrieren – zum Wohle des ganzen Unternehmens.


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