Modern Finance Reporting

Modern Finance Reporting
Die OECD verlangt mehr Transparenz - kann Ihre Finanzabteilung liefern?

Dirk Thomas Wagner, Sales Development ERP Cloud @dtwgermany


Mit der Cloud verliert das geplante Country-by-Country Reporting seinen Schrecken

Intel

Globalisierung als ökonomisches Konzept ist wahrlich nichts Neues. Seit jeher – seit der Seidenstraße im ersten Jahrhundert v. Chr. – haben Unternehmen Handel und Internationalisierung vorangetrieben. Damals wie heute bringt der Eintritt in neue Märkte einige Herausforderungen mit sich – etwa das Wissen um lokale Preisstrategien oder kulturelle Besonderheiten.

Aktuell haben multinationale Unternehmen jedoch ganz andere Sorgen. Behörden und auch die Öffentlichkeit prüfen verstärkt bestehende Steuerkonstruktionen. Die OECD hat beispielsweise einen Aktionsplan gegen „Base Erosion and Profit Shifting“ (BEPS) – in etwa „Verminderung steuerlicher Bemessungsgrundlagen und Verschieben von Gewinnen“ – ins Leben gerufen. Dieser strebt durch erhöhte Transparenz und Rechtschaffenspflicht eine Vereinheitlichung der Steuerpraktiken für multinationale Unternehmen bis zum Jahr 2017 an. Dazu zählt auch ein nach Ländern untergliedertes Berichtswesen („Country-by-Country Reporting“), das alle Unternehmen, deren Jahresumsätze 750 Millionen Euro überschreiten, ab 2016 erstellen müssen.

Den Finanzabteilungen multinationaler Unternehmen bleibt also nur noch ein Jahr für die Umsetzung der BEPS-Regeln. Das Country-by-Country Reporting scheint auf den ersten Blick nicht allzu kompliziert. Aber Unternehmen, die den daraus resultierenden Risiken und Anforderungen nicht ihre volle Beachtung schenken, laufen Gefahr, ins Blickfeld der Regulierungsbehörden zu geraten – ein unangenehmes und möglicherweise kostspieliges Szenario. Abwenden lässt sich dies durch Gründlichkeit, Transparenz und Beständigkeit bezüglich der Buchführungspflichten.

Das bedeutet erheblichen zusätzlichen Druck für die Finanzteams. Sie müssen sämtliche Kosten exakt identifizieren und verteilen. Keine leichte Aufgabe – denn der Unternehmenswert basiert zunehmend auf Dienstleistungen und weniger auf Produkten oder Anlagegütern. Die Verrechnung von Ressourcen wie Materialien, Arbeitszeit und Arbeitskraft fällt relativ leicht. Die Bewertung von weniger greifbaren Aspekten wie Markenwert oder Marketing Impact erfordert größeren Aufwand.

Abhilfe schafft hier Cloud-Technologie. In den letzten Monaten konnten bereits viele Finanzabteilungen komplizierte Backoffice-Prozesse, wie Planung, Budgetierung und Prognose, vereinfachen und beschleunigen. Mit der Cloud lassen sich relevante und aktuelle Informationen aus allen Geschäftsbereichen sowie Regionen sammeln und so aufbereiten, dass die Quantifizierung vereinfacht wird – was wiederum den Aufwand für das Berichtswesen deutlich reduziert.

Weiterhin kann die Cloud die Anpassungsfähigkeit großer Unternehmen steigern. Da Vermögenswerte transparenter sind und wichtige Daten in Echtzeit bereitstehen, lässt sich das Berichtswesen schneller an kurzfristige Anforderungswechsel anpassen. Denn die Cloud vereinfacht generell jegliche Transformationsprozesse.

Überall auf der Welt arbeiten Regierungen gerade mit Hochdruck daran, die BEPS-Bestimmungen in nationales Recht umzusetzen. Bald werden multinationale Unternehmen massive Veränderungen an ihren Steuerstrukturen vornehmen müssen. In Zeiten, in denen Transparenz oberste Priorität hat, werden Cloud-Anwendungen unverzichtbar sein. Denn nur mit ihnen können sich Finanzabteilungen den nötigen Überblick verschaffen.


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