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Innovation durch Oracle Financials Cloud
Finanzplanung und Prognosen
Mit Olympia-Infrastruktur zum zweiten Mal gewinnen

Dirk Thomas Wagner, Sales Development ERP Cloud, @dtwgermany


Die London Legacy Development Corporation (LLDC) nutzt die Infrastruktur der Olympischen Spiele von 2012 erfolgreich. Die Grundlage ist ein innovativer Ansatz für Umbauprojekte.

Für eine olympische Gastgeberstadt bestehen die Spiele aus drei Phasen. Zunächst kommt die Vorbereitungsphase, in der Milliarden in eine neue Infrastruktur und in Gebäude investiert werden. Danach folgt das Großereignis: für zwei Wochen ist die Gastgeberstadt der Nabel der Welt. Fans aus aller Welt wollen miterleben, wie sich die Sportler ihres Landes im Wettbewerb um Ruhm und Ehre messen. Millionen reisen selbst an, um ihre Sportler persönlich anzufeuern.

Die dritte und letzte Phase ist die längste und auch die schwierigste. Die Spiele haben bereits stattgefunden, die Aufregung hat sich gelegt – Sportler und Zuschauer sind wieder zuhause. Erst in dieser Phase entscheidet sich, ob die Austragung der Olympischen Spiele eine kluge Entscheidung war.

Oftmals ist das Gegenteil der Fall. Die Olympiastädte überschätzen im Vorfeld die finanziellen Vorteile und überlegen häufig nicht, wie es nach den Spielen weitergehen soll. Von Athen über Barcelona bis Peking: Die Sportstätten verfallen dort und sind ein Sinnbild dafür, wie kurzsichtige Planung Erfolg verhindert.

Die Spiele in der „Nachspielzeit“ verändern

Genau deshalb ist die London Legacy Development Corporation (LLDC) etwas Besonderes. Die LLDC wurde nach den Spielen in London 2012 mit der Aufgabe gegründet, den Queen Elizabeth Olympiapark in eine Touristenattraktion umzuwandeln und – noch viel wichtiger – die Wiederbelebung eines vergessenen Stadtteils von London voranzutreiben. Die Spiele 2012 waren damals mit rund 14,5 Milliarden Euro die teuersten in der Geschichte der Olympischen Spiele. Aber die Ergebnisse der LLDC in den letzten vier Jahren gelten vielerorts als „Gold“-Standard für Gastgeberstädte, wie sich aus kurzfristigen Olympia-Investitionen langfristig eine Dividende erzielen lässt.

Die Organisation hat Olympiastätten erfolgreich umfunktioniert, den Bau neuer Wohnhäuser und die Schaffung neuer Arbeitsplätze vorangetrieben sowie den Park zu einem kulturellen Treffpunkt für Touristen und Einheimische gemacht. In der Nachbarschaft siedeln sich neue Restaurants, Läden und Bars an – das Viertel in Ost-London wird für Einwohner, Investoren und Besucher immer attraktiver. Ein Blick auf die Homepage der LLDC dokumentiert das eindrucksvoll (http://queenelizabetholympicpark.co.uk/).

Wie aber hat die LLDC geschafft, an was vorher so viele gescheitert sind? Gemeinnützige Organisationen sind nicht gerade bekannt für Innovationen. Ihre Mittel sind im Vergleich zu großen Unternehmen begrenzt. Dennoch schreitet das Umbauprojekt in London eindrucksvoll voran.

Der Erfolg der LLDC ist ihrem Entschluss zu verdanken, die Dinge völlig anders anzugehen. Das Unternehmen hat sich als echter Innovator erwiesen. Man stellt sich der Herausforderung der Zeit nach den Olympische Spielen – hinsichtlich Taktik und Geschäftsmodell. Die LLDC hat frühzeitig erkannt, dass ein „schlanker“ und geschickter Ansatz erforderlich ist, um Ziele zu erreichen, finanzielle Hindernisse zu umschiffen und enge Fristen einzuhalten.

Dazu musste das gesamte Unternehmen schnell und innovativ handeln – dafür war eine kosteneffiziente Lösung für das schnelle Umsetzen neuer Projekte erforderlich. Anders gesagt: Die LLDC musste eine gemeinnützige Organisation sein, die dem digitalen Zeitalter gewachsen ist.

Aus IT-Sicht waren Cloud-Systeme die offensichtliche Lösung. Wozu in teure sowie komplexe IT-Infrastruktur investieren? So war nur ein sehr geringer Zeitaufwand erforderlich, um entscheidende Prozesse in Gang zu setzen. Die LLDC begann mit dem Backoffice und implementierte dort in nur vier Monaten ein Cloud-basiertes ERP-System von Oracle. Das Unternehmen konnte sofort mit der Verwaltung und der Steuerung der Projekte beginnen.


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Den Schwung beibehalten

Nun liegt es an der LLDC, ihre bisherigen Umbauprojekte weiter auszubauen und neue Wege zu finden, eine langfristige Rendite aus den Olympia-Investitionen zu erwirtschaften. Wie Schwimmer, die ihre Zeiten jeden Tag um Millisekunden verbessern oder Radfahrer, die Stunden im Windkanal trainieren, steht die LLDC permanent unter dem Druck, sich selbst zu übertreffen und stets innovativ zu bleiben.

Finanzvorgaben und enge Zeitpläne lassen gemeinnützige Organisationen jedoch nur wenig Raum, neue Projekte ungehemmt in die Wege zu leiten. Ihnen bleibt nur ein maßvoller und gut durchdachter Ansatz. Aber wie kann ein Unternehmen sich selbst „auf Trab“ und zugleich Kosten und Risiken gering halten? Die Antwort ist: Auch die Planung muss den Anforderungen an Schnelligkeit und Geschicklichkeit entsprechen.

Durch die Cloud wird nicht nur die Berichterstattung und das Projektmanagement effizienter, sondern Unternehmen können mit ihr auch zukünftige Szenarien entwickeln und gestalten, um neue Projekte mit mehr Sicherheit zu entwickeln. Benutzer können schnell und präzise testen, wie sich verschiedene Bedingungen auf ihr Projekt auswirken und so einen umfassenden Plan ausarbeiten. Für ein Unternehmen wie die LLDC lassen sich dadurch Folgekosten und Risiken vermeiden oder minimieren.

Ein Vorbild für andere Städte?

Gastgeber der Olympischen Spiele zu sein wird weiterhin mit immensen Ausgaben verbunden sein. Die Spiele von 2016 in Rio de Janeiro kosteten rund 11 Milliarden Euro. Da sich Brasilien zudem noch mitten in einer Rezession befindet, sind alle Augen darauf gerichtet, ob Rio den positiven Schwung nach den Spielen aufrechterhalten kann.

Die Fußball-Weltmeisterschaft 2014 ist dafür kein gutes Beispiel. Nach Medienberichten verfallen die meisten der gebauten Stadien bereits ungenutzt. Für die Olympiastätten in Rio sieht die Zukunft jedoch rosiger aus. Der brasilianische Sportminister George Hilton hat eingeräumt, dass es bei der Nachplanung der Weltmeisterschaft Fehler gegeben habe und ist entschlossen, „ein positives Erbe zu hinterlassen“.

Neue Verkehrsmittel, die für den Olympiatourismus gebaut worden waren, verbinden nun zuvor abgeschnittene Teile Rios. Für die Zukunft ist geplant, ehemalige Olympiagebäude als „Sport- und Freizeitzentren“ zu nutzen. In den großen Sporthallen sollen Kinder armer Gemeinden eine Begegnungsstätte bekommen und olympische Sportdisziplinen trainieren können – ein sehr positives Projekt und eine ideale Möglichkeit, Olympiastätten für neue Generationen zu nutzen. Damit die Spiele in Rio jedoch ein wirklich positives „Erbe“ hinterlassen, müssen solche Programme langfristig gepflegt werden.

Ähnlich wie in London entsteht Erfolg nur aus der Kombination von Innovation und geschickter Planung. „Die Spiele sind eröffnet!“. Auch in ihrer dritten Phase geht es um Höchstleistung und Siege.


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