Mitarbeiterbindung

Internal skills

Die Karriere-Landkarte für
Unternehmen und Mitarbeiter

Joachim Skura, HCM Thought Leader, @JoachimSkura


Neue Talente für sich gewinnen und halten – das ist die Herkules-Aufgabe für Personaler. Schlau ist, wer neue Wege einschlägt.

Melanie Hache-Barrois

Joachim Skura, HCM Thought Leader

Eine aktuelle Untersuchung von Mercer zeigt, dass Unternehmen ihre Fähigkeit, vakante Stellen zeitnah zu besetzen, deutlich überschätzen. Neun von zehn Firmen gehen davon aus, dass sich der Wettbewerb um talentierte Mitarbeiter zwar verschärft, aber 70 Prozent meinen immer noch, dass sie die wichtigen Vakanzen mit internen Kandidaten besetzen können. Ein Trugschluss! Warum? 28 Prozent der befragten Mitarbeiter planen, in den nächsten 12 Monaten zu kündigen. Das heißt, eventuell sind einige der internen „Wunschkandidaten“ gar nicht mehr da.

Dann bleibt nur die Suche nach neuen, und ergo auch mehr, Talenten – und da scheitern viele Firmen. Laut Mercer wissen 85 Prozent der Unternehmen, dass ihre Talent Management Programme und Policies veraltet sind. Eine Modernisierung benötigt zwingend die Unterstützung durch das Management, aber auch zeitgemäße HR-Software-Lösungen, die den Ansprüchen einer technikaffinen Belegschaft gerecht werden.

Die Ergebnisse der Studie zeigen deutlich: Unternehmen, die ihre besten Mitarbeiter halten wollen, sollten ihre Förderprogramme auf den neuesten Stand bringen – Talent Management wird zur Chefsache! Aber gerade einmal vier Prozent der Personalexperten meinen, dass HR als dieser strategische Partner angesehen wird und/oder so agiert.

 Nur mit attraktiven Förderprogrammen können Unternehmen ihre besten Mitarbeiter halten. 

Die Oracle-Studie Simply Talent: A Western European Perspective kommt zu ähnlichen Schlüssen. Die meisten Mitarbeiter wünschen sich proaktive und regelmäßige Gespräche mit ihren Vorgesetzten. Jedoch nur drei Prozent der Angestellten geben an, dass die Aktionen der Personalabteilung ihr Engagement beeinflusst. Folglich: Zwischen den Inhalten von Employee-Engagement-Programmen und den Erwartungen der Mitarbeiter klafft eine große Lücke.

Wie können Unternehmen eine Kultur schaffen, die talentierte Mitarbeiter anzieht und sie auch an Bord hält? Zunächst sollten sie verstehen, was Mitarbeiter motiviert und ihr Engagement fördert. Sie benötigen eine Art „Karte des Karriere-Weges“, den Mitarbeiter typischerweise im Unternehmen bestreiten – von Vertragsbeginn bis zur Rente. Nur so können sie problematische Punkte erkennen. Im Einzelhandel ist es nicht anders: der Kunden-Service plant die Reise der Kunden durch das Geschäft so angenehm wie möglich und optimiert den „Weg durch das Kaufhaus“ Meter für Meter – HR muss dies genauso tun.

 Mitarbeiter sind die wichtigste Ressource eines Unternehmens und sollten dementsprechend Wertschätzung erfahren. 

Der regelmäßige Dialog mit den Mitarbeitern kann diese Karte füllen. Die Tage des berühmt berüchtigten Jahresgespräches sind gezählt! Die Angestellten sollen und wollen sich wertgeschätzt und verstanden fühlen. Dafür müssen sich Vorgesetzte häufiger mit ihren Angestellten über deren Karrierepläne austauschen.

Reden alleine reicht dabei nicht aus – es müssen Taten folgen. Wenn Mitarbeiter nur hohle Worte abbekommen, dann suchen sie sich einen anderen Arbeitgeber – einen, der seine Versprechen hält. Weniger als ein Drittel der Angestellten glaubt, dass ihr Unternehmen proaktiv etwas unternimmt, um sie zu halten. Die Zeit für einen Paradigmenwechsel ist gekommen.

Mitarbeiter sind die wertvollste Ressource eines Unternehmens. Das ist keine bloße Phrase, sondern Realität. Personaler müssen hier die Führung übernehmen und dem Management zeigen, wie eine Arbeitskultur etabliert werden kann, die den Mitarbeiter in den Mittelpunkt stellt. Entwicklung, Aus- und Fortbildung und Unterstützung sollten auf der Tagesordnung sein und es sollte ein echter Dialog zwischen Angestellten und Vorgesetzten bestehen. Dieser Wertewandel lohnt sich. Denn nur so können Unternehmen ihre talentierten und motivierten Mitarbeiter binden.


Mehr erfahren

Wir helfen Ihnen gerne

Sprechen Sie mit einem Vertriebsexperten

Sprechen Sie mit dem Oracle Support

Erhalten Sie alle Informationen zuerst

Nach Thema anmelden