Innovation im Personalwesen

Innovation im Personalwesen
Viva la revolucion! Nieder mit den Technologie - Ängsten

Joachim Skura, HCM Thought Leader @JoachimSkura

 

Es ist leicht, das technologische „Next Big Thing“ zu ignorieren, aber ohne Innovationen befänden wir uns immer noch in der Steinzeit.

Joachim Skura

Joachim Skura, HCM Thought Leader

Camping kann eine Menge Spaß machen: in einem Zelt schlafen, sich in der Natur aufhalten, am Lagerfeuer sitzen und sich günstig selbst verpflegen. Dennoch wird es für die meisten von uns nicht zum alltäglichen Lebensstil, sondern bleibt Freizeitspaß. Dasselbe gilt für Aktivitäten wie Wandern, Stricken oder Reiten – jeweils ein idealer Zeitvertreib für die Wochenenden, aber keine Beschäftigung, der die meisten von uns tagtäglich nachgehen möchten.

 HR musste seit jeher dafür sorgen, dass Mitarbeiter mit Know-how und Skills „am Puls der Zeit bleiben“; auch als die Schreibmachine vom PC abgelöst wurde. Fortschritt bedeutet nicht zwangsweise Bedrohung, sondern war bis dato eher der Weg zu einem angenehmeren Arbeitsalltag. 

Angesichts der Tatsache, wie wichtig technologische Meilensteine wie die Dampfmaschine, das Automobil und der Personal Computer auch für unser heutiges Leben sind, ist es schwer vorstellbar, welche Widerstände die Menschen zunächst gegen diese Erfindungen aufbrachten. Jede Innovation war begleitet von eindringlichen Warnungen: „Kein Mensch kann bei den schwindelerregenden Geschwindigkeiten eines Zuges noch atmen“, „Autos werden sich niemals durchsetzen, wir müssten für die Straßen ganze Städte umbauen“, „Der Personal Computer wird sich als geschäftlicher Flop erweisen“.

In der heutigen Zeit beziehen sich die Befürchtungen darauf, dass durch Automatisierung und künstliche Intelligenz (KI) der menschliche Beitrag bei der Arbeit überflüssig wird und dadurch Jobs wegfallen. Es ist nur natürlich, dass Menschen durch Unbekanntes beunruhigt werden, da dies in der Funktionsweise unseres Gehirns begründet liegt. Diese großen Veränderungen sind jedoch unausweichlich, und Ignoranz wird diesen Prozess vielleicht etwas verlangsamen, aber nicht aufhalten. Den Kopf in den Sand stecken und das (Innovations-)Feld mutigeren Unternehmen zu überlassen, die sich die Vorteile der Technologien zunutze machen, ist für mich aktuell die schlechteste aller Strategien.

Es ist ratsam, sich immer vor Augen zu halten, dass Innovation ein fortlaufender Prozess ist, in dem ausgelotet wird, wie sich neuartige Konzepte optimal nutzen lassen. Nehmen wir einmal das Automobil als Beispiel. Bei der Jungfernfahrt im Jahre 1884 benötigte das erste Fahrzeug von Daimler nahezu eine Stunde, um 11 km auf einer breiten, leeren Straße zurückzulegen. Aber auf Grundlage dieser Errungenschaft haben wir heutzutage führerlose LKW, die bei ihrer ersten Fahrt auf stark befahrenen Straßen Geschwindigkeiten von 140 km/h erreichen.

 

Diese großen Veränderungen sind jedoch unausweichlich, und Ignoranz wird diesen Prozess vielleicht etwas verlangsamen, aber nicht aufhalten. Den Kopf in den Sand stecken und das (Innovations-)Feld mutigeren Unternehmen zu überlassen, die sich die Vorteile der Technologien zunutze machen, ist für mich aktuell die schlechteste aller Strategien.

Künstliche Intelligenz und Smart Devices stecken noch in den Kinderschuhen, aber viele Unternehmen implementieren bereits deren „Vorläufer“ wie Chatbots. Und die Geschwindigkeit, mit der Innovationen heute erfolgen, ist zigmal schneller als das Beispiel aus der Automobilindustrie. Die Entwicklung dieser Technologien wird in Zukunft voraussichtlich noch zunehmen, da sich für Unternehmen dadurch neue und effizientere Arbeitsmethoden ergeben und eine reibungslose Kundeninteraktion möglich wird.

Die Personalabteilungen müssen im Zuge dessen sicherstellen, dass die Mitarbeiter über die nötigen Fähigkeiten verfügen, um die neuen Tools und Verfahren optimal zu nutzen. Dies war jedoch auch schon immer der Fall. Mit der Einführung von PCs in die Arbeitswelt wurde auch ein grundlegendes Computerverständnis für Bürojobs zur Voraussetzung, und in den letzten Jahren wurden durch den Vormarsch von Cloud-Computing und Analytics-Experten, die Datenkorrelationen und -kausalitäten erkennen können, unabdingbar.

 „Kopf in den Sand ist keine Alternative!“ Durch den Vormarsch von Cloud-Computing und Analytics werden Experten, die Datenkorrelationen und -kausalitäten erkennen können, unabdingbar. Wir alle müssen uns an die geänderten Rahmenbedingungen anpassen. Survival of the adaptive!  

Die Entwicklung von künstlicher Intelligenz und Automatisierung erfordert auch neue Kompetenzen, und da die Weiterbildung Teil ihres Aufgabenbereichs ist, müssen HR Manager enger mit den einzelnen Geschäftsbereichen zusammenarbeiten, um diese Kompetenzen unternehmensweit zu fördern. Hier Schritt zu halten wird für alle eine Herausforderung werden. Lebenlanges (schnelles) Lernen ist das Stichwort.

Wir haben es in der Hand, wie positiv sich der technologische Fortschritt auf unsere Zukunft auswirken wird. Veränderungen können Ängste hervorrufen, und mit den zunehmenden Möglichkeiten von Software erscheinen auch die Auswirkungen jedes Fortschritts bedrohlicher. Wie jedoch auch schon in der Vergangenheit, liegt es an den Menschen, sich das Gute zunutze zu machen und das Schlechte aus dem Weg zu räumen, sodass für alle Menschen eine sinnvolle Verbesserung der Interaktion mit der Umwelt entsteht.

Was mich wieder zum Anfang zurückkehren lässt: „Alexa, bitte bestelle einen Campingkocher für unseren Urlaub nächste Woche.“


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