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Aktuelle Fragen

Gender equality in the workplace

Gender Equality
Why Accountability Is the Key to Gender Equality

Andy Campbell,
HCM Strategy Director at Oracle @axcampbe

 

Wie kann das Personalwesen für eine Kultur der Fairness und Gleichberechtigung am Arbeitsplatz sorgen?

Andy Campbell

Andy Campbell, HCM Strategy Director bei Oracle.

Es fällt zunehmend schwerer, den anhaltenden Mangel an Gleichberechtigung am Arbeitsplatz hinzunehmen. Auch wenn die meisten Menschen wissen, dass tief greifende kulturelle Veränderungen nicht über Nacht vollzogen werden können, ist der Ruf nach Gleichberechtigung bei den Berufsmöglichkeiten in der Wirtschaft bereits seit Jahrzehnten zu vernehmen.

Das WEF (World Economic Forum) hat eine Prognose abgegeben, dass es mehr als 100 Jahre dauern wird, bis geschlechtsspezifische Lohnunterschiede vollkommen aus der Welt sein werden. Auch wenn wir bei diesem Wert mit Sicherheit eine gewisse Fehlerspanne mit einberechnen müssen, sorgt dies bei berufstätigen Frauen für ernüchternde Zukunftsaussichten.

Ein großes Hindernis für Verbesserung ist dabei die mangelnde Verantwortlichkeit der Arbeitgeber. Privatwirtschaftliche Unternehmen stehen traditionell nur mit sich selbst in der Verantwortung bei Fragen der Einstellung, Bezahlung und Boni.

Diesbezüglich stellt es ein positives Signal dar, dass das Parlament des Vereinigten Königreichs ab April 2017 von Unternehmen verlangt, Bericht zu den vorhandenen geschlechtsspezifischen Lohnunterschieden ablegen müssen. Das Einfordern einer größeren Transparenz von Unternehmen zu ihren Verfahrensweisen in Bezug auf männliche und weibliche Mitarbeiter gibt den Erwerbstätigen größeren Handlungsspielraum, da die meisten Menschen dazu tendieren, bei Unternehmen zu arbeiten, die ihr Wertesystem teilen, und sich somit vermehrt Firmen zuwenden, bei denen die Gleichberechtigung umgesetzt wird.

Man könnte natürlich einwenden, dass diese Regelung keine Veränderung nach sich ziehen wird, solange Unternehmen, bei denen gravierende geschlechtsspezifische Lohnunterschiede herrschen, nicht mit Sanktionen belegt werden. Dieser Schritt nach vorn zu einer größeren Transparenz sollte Unternehmen jedoch dazu motivieren, das Problem der Ungleichbehandlung der Geschlechter im Interesse ihres allgemeinen Ansehens als fairer und somit beliebter Arbeitgeber anzugehen, sodass im größeren Rahmen auf diese Probleme der Gleichberechtigung eingegangen wird.

Eine umfassend gleichberechtigte Belegschaft

 Ein großes Hindernis für Verbesserung ist dabei die mangelnde Verantwortlichkeit der Arbeitgeber.  

Selbstverständlich macht die faire Bezahlung nur einen Teil des Problems bei der Gleichstellung am Arbeitsplatz aus. Es ist von ebenso großer Bedeutung, dass sich sowohl männliche als auch weibliche Mitarbeiter beruflich weiterentwickeln können, ohne dabei auf ein erfülltes Privatleben verzichten zu müssen. Durch Programme wie geteilte Elternzeit oder durch flexible Arbeitszeiten können sich die Mitarbeiter sowohl auf die berufliche Entwicklung als auch auf ihre Familien konzentrieren. Dabei ist besonders wichtig, dass Frauen nicht in eine Rolle größerer Verantwortung bei der Elternschaft gedrängt werden, sodass Väter genauso viel Zeit mit ihren Kindern verbringen können wie die Mütter.

In dieser Hinsicht stellen die skandinavischen und nordeuropäischen Länder ein leuchtendes Beispiel dar. Insbesondere Island, Norwegen, Finnland und Schweden sind seit den 1970er-Jahren um die Gleichstellung von Männern und Frauen bemüht, sodass es nicht verwundert, dass diese Länder die WEF’-Liste der bei der Gleichstellung der Geschlechter führenden Länder einnehmen. Finnland war nebenbei auch das erste Land, in dem Frauen wählen durften.

Man muss anmerken, dass es auch in den nordischen Ländern noch Einkommensunterschiede gibt, woran zu erkennen ist, dass auch in den fortschrittlichsten Ländern noch Handlungsbedarf besteht. Laut Norden liegen die geschlechtsspezifischen Lohnunterschiede in Norwegen, Schweden und Dänemark zwischen 15 % und 16 %, gleichauf mit dem Rest der EU, und in Finnland und Island geringfügig höher (zwischen 18 % und 20 %).

Zeit für Veränderung

 Unternehmen werden im Jahr 2017 mehr als je zuvor in Bezug auf kulturelle Vielfalt und Gleichstellung am Arbeitsplatz auf dem Prüfstand stehen.  

Unternehmen werden im Jahr 2017 mehr als je zuvor in Bezug auf kulturelle Vielfalt und Gleichstellung am Arbeitsplatz auf dem Prüfstand stehen. Im Folgenden sind einige Überlegungen aufgeführt, wie sie diesen Anforderungen gerecht werden können:

  • Fördern Sie die Datentransparenz an relevanten Stellen

Wenn Sie nicht gerade umfassenden Einblick in die Rollen, Verantwortlichkeiten und Gehälter der einzelnen Mitarbeiter haben, ist ein effizientes Auditing der Belegschaft und somit die Feststellung eines möglichen Problems nahezu unmöglich. Dieser Aspekt scheint zunächst naheliegend, es gibt jedoch noch viele Unternehmen, die diese Informationen mithilfe von Tabellenkalkulationen nachverfolgen – ein Ansatz mit erheblichen Einschränkungen. Es ist wichtig, sich einen unternehmensweiten Überblick zu schaffen, denn vermeintlich kleine Unterschiede in lokalen Geschäftseinheiten können sich als systemisches Problem innerhalb des gesamten Unternehmens entpuppen.

  • Passen Sie Ihre Einstellungs- und Mitarbeiterbindungsstrategien an

Männer und Frauen haben nicht immer die gleichen Prioritäten bei der Arbeitssuche. So hat eine Studie von LinkedIn zu Gleichstellung der Geschlechter im IT-Sektor beispielsweise ergeben, dass Frauen größeren Wert auf die persönliche Erfüllung und eine passende Unternehmenskultur legen als Männer. Die Einstellungsstrategien sollten daher auf die jeweiligen Werte und persönlichen Faktoren der gesuchten Mitarbeiter maßgeschneidert werden. Ebenso müssen die Mitarbeiterbindungsstrategien für die potenziell unterschiedlichen Prioritäten der verschiedenen Belegschaftssegmente angepasst werden.

  • Investieren Sie in die richtigen Technologien zur Unterstützung der Vorgehensweise

Ungeachtet dessen, ob sie zielgerichtete Social Sourcing-Initiativen zum Anwerben potenzieller weiblicher Mitarbeiterinnen durchführen oder Möglichkeiten für Eltern bieten, flexibler zu arbeiten, benötigen Unternehmen die richtigen Technologien zur Unterstützung solcher Kampagnen. Kein Mitarbeiter wird gerne von zu Hause arbeiten, wenn nicht die entsprechenden Tools für eine effiziente Zusammenarbeit vorhanden sind. Jedes Unternehmen wird unabhängig von seinen Intentionen scheitern, wenn es nicht die entsprechenden Ressourcen zur Verfügung stellen kann.


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