Keynote zur Oracle OpenWorld —Cloud-Innovation

Oracle CEO Mark Hurd bietet Einblicke in die Zukunft der Cloud

Autor: John Soat


Oracle wird als führend aus diesem zehn Jahre umspannenden Übergang zu Cloud Computing und den damit verbundenen Vorteilen hervorgehen



Oracle CEO Mark Hurd und Führungskräfte von GE und AIG sprechen darüber, wie die Cloud ihre Unternehmen verändert.

 

Oracle CEO Mark Hurd gab am Montag bei seiner Rede auf der Oracle OpenWorld 2015 fünf eindrucksvolle Prognosen für die Cloud im Jahr 2025 bekannt.

1. Achtzig Prozent aller Produktionsanwendungen werden künftig über die Cloud bereitgestellt. „Heute sind es etwa 25 Prozent“, erklärte Hurd.

2. Zwei Suite-Anbieter für Software as a Service (SaaS) werden gemeinsam 80 Prozent des Cloud-Markts für Unternehmensanwendungen halten. „Ich melde mich freiwillig, einer von ihnen zu sein“, so Hurd.

3. Einhundert Prozent der Aktivitäten im Bereich Softwareentwicklung/-tests werden über die Cloud durchgeführt. „Die Tage, an denen Server, Betriebssysteme und Datenbanken alles lokal erledigten, sind gezählt“, betonte er.

4. Alle Unternehmensdaten werden virtuell in der Cloud gespeichert. „Es werden jetzt schon mehr Daten in der Cloud als in traditionellen Speichersystemen gespeichert“, erklärte Hurd.

5. Die Unternehmens-Cloud wird als sicherste IT-Umgebung gelten. „Wir sind mit allen Patches, umfassenden Sicherheits- und Verschlüsselungsfunktionen ausgestattet – das zeichnet unsere Cloud aus“, betonte Hurd.

Mark Hurd

 Die Tage, an denen Server, Betriebssysteme und Datenbanken alles lokal erledigten, sind gezählt.  

—Oracle CEO Mark Hurd

Die wirtschaftliche Lage macht diese Änderungen praktisch unausweichlich, wobei die Zeit drängt. Die aktuelle Wirtschaftslage zeichnet sich nach Aussage von Hurd durch „kurzfristige Erfolge“ aus. Viele Unternehmen versuchen, Kosten einzusparen, insbesondere im IT-Bereich, um das verlangsamte Wirtschaftswachstum auszugleichen. Einschnitte im IT-Bereich bedeuten jedoch, dass die Unternehmen mit veralteten und unzuverlässigen vorhandenen Systemen arbeiten müssen. „Die meisten dieser Anwendungen stammen noch aus einer Zeit, in der Aspekte wie Suchfunktionen und mobiles Arbeiten noch gar nicht auf der Tagesordnung standen“, erläuterte Hurd.

Er fasste es wie folgt zusammen: „Dringend erforderliche Innovationsbemühungen, eine sehr alte Infrastruktur und kein Budget“. Die Cloud wird für die Unternehmen die einzige Möglichkeit sein, ihren aktuellen Zustand zu verbessern und künftig die so dringend benötigte Innovationsfähigkeit und Kostenkontrolle einzuführen.

„Die CEOs beschäftigen sich jetzt vorrangig damit, wie ihre Unternehmen schnell agieren und sich an Marktveränderungen anpassen können“, so Hurd. Oracle wird seiner Ansicht nach „als führend aus diesem zehn Jahre umspannenden Übergang zu Cloud Computing hervorgehen“.

Hurd befragte anschließend zwei wichtige Technologieführer über ihren derzeitigen Einsatz von Cloud-Services und ihren Erwartungen für die Zukunft.

Jim Fowler

GE CIO Jim Fowler sprach über den Wandel von GE hin zu einem „digitalen industriellen“ Unternehmen.

Jim Fowler, CIO, GE

Fowler erklärte, dass das Unternehmen durch den Verkauf digitaler Services 15 Milliarden US-Dollar und mehr zusätzlich zu den Einnahmen aus seinem traditionellen Geschäft erzielen werde. Außerdem hat sich das Unternehmen das Ziel gesetzt, innerhalb von drei Jahren 1 Milliarde US-Dollar an Zusatzeinnahmen durch Produktivitätsverbesserungen zu erzielen, indem es den Wandel zu einem „digitalen industriellen“ Unternehmen vollzieht. „GE arbeitet gerade an der wichtigsten und weitreichendsten Transformation in seinem 130-jährigen Bestehen“, erklärte Fowler. „Ermöglicht wird dies durch die Cloud.“ GE plant, bis zum Jahr 2020 ganze 70 Prozent seiner Anwendungen in die Cloud zu verschieben. Beispielsweise kostet eine Öl- und Gasanwendung bei lokalem Betrieb 65.000 US-Dollar, während sie in der Cloud nur Kosten in Höhe von 6.000 US-Dollar verursacht. Der Wechsel zu einer anderen Bestellverarbeitungsanwendung dauerte in der Vergangenheit 20 Tage – in der Cloud gehe dies in zwei Minuten, gab er an.

Mike Brady

AIG CTO Mike Brady sprach über ein cloudbasiertes Modell mit „zwei Geschwindigkeiten“.

Mike Brady, CTO, AIG

Brady erklärte, dass AIG ein cloudbasiertes Modell mit „zwei Geschwindigkeiten“ einführe, das es ermöglicht, vorhandene Anwendungen entweder intern oder in der Cloud zu hosten und zu „sehr, sehr schnellen Entwicklungsmöglichkeiten“ zu wechseln. Er gab an, dass AIG derzeit 75 Prozent seines IT-Budgets für seine „sehr anfälligen“ vorhandenen Anwendungen verwende.

Nach Angaben von Hurd wechseln Unternehmen sowohl aus makroökonomischen als auch aus unternehmensinternen Gründen zur Cloud. „Es geht um niedrigere Kosten. Es geht um eine weniger komplizierte Umgebung. Es geht um eine sichere, verlässliche und benutzerfreundliche Umgebung mit Möglichkeiten für schnelle Innovation“, betonte er. „Aus diesem Grund gehen wir diesen Weg. Einzig und allein nur deshalb.“  


Safe Harbor-Gewährleistungsausschluss
Die Aussagen in diesem Artikel in Bezug auf die Zukunftspläne, Erwartungen, Einstellungen und Intentionen von Oracle sind „Prognosen“ und unterliegen Risiken und Unwägbarkeiten. Diese Aussagen basieren auf den derzeitigen Erwartungen und Annahmen von Oracle, von denen sich einige außerhalb der Kontrolle von Oracle befinden. Sämtliche Informationen in diesem Artikel sind mit Stand vom 26. Oktober 2015 aktuell. Oracle ist nicht verpflichtet, die Aussagen im bei abweichenden neuen Informationen oder künftigen Ereignissen zu aktualisieren.



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