Fair-Trade schmeckt allen besser – Tony’s Chocolonely

Es soll ja wirklich Leute geben, die keine Schokolade mögen. Kaum vorstellbar. Bis Ende letzten Jahres werden die Verbraucher weltweit rund 100 Milliarden Dollar für mehr als acht Millionen Tonnen der köstlichen, cremigen Leckerei ausgegeben haben.

Aber was die meisten von uns nicht wissen: 70 % der Schokolade der Welt aus Kakaoplantagen in Westafrika stammt, wo Kinder und manchmal sogar Opfer moderner Sklaverei gezwungen sind, unter illegalen und gefährlichen Bedingungen zu arbeiten. Dies bestätigt ein Bericht der Tulane University und des U.S. Department of Labor.

Nachdem der niederländische Ermittlungsjournalist Teun „Tony“ van de Keuken und zwei Kollegen vor mehr als einem Jahrzehnt bei der Produktion einer Fernsehsendung diese bittere Wahrheit aufgedeckt hatten, gründeten sie Tony's Chocolonely. Basierend auf dem „Fair-Trade"-Prinzip stellen Sie nur „sklavenfreie Schokolade" her und inspirieren andere Hersteller, dasselbe zu tun.

In sechs genossenschaftlichen Partnern in Ghana und der Elfenbeinküste arbeitet Tony's Chocolonely mit 5.500 unabhängigen Bauern zusammen, um ihre Erträge durch nachhaltige Anbaumethoden zu verbessern. Das Unternehmen bietet den Landwirten auch eine landwirtschaftliche Ausbildung und zahlt ihnen einen existenzsichernden Lohn, damit sie erwachsene Arbeiter einstellen und ihre Kinder zur Schule schicken können. „Wir gehen mit gutem Beispiel voran und wollen andere zum Handeln anregen“, sagt „Chocoloco“ Pascal van Ham, Marketingleiter des Unternehmens. „Nur gemeinsam können wir dafür sorgen, dass Schokolade zu 100 Prozent sklavenfrei wird.“

Wir gehen mit gutem Beispiel voran und wollen andere zum Handeln anregen. Nur gemeinsam können wir dafür sorgen, dass Schokolade zu 100 Prozent sklavenfrei wird.
Pascal van HamHead of Marketing, Chocolonely

Tony’s Chocolonely profitiert von diesen Geschäftspraktiken und seinen hochwertigen Produkten. Das in Amsterdam ansässige Unternehmen verzeichnet seit seiner Gründung im Jahr 2005 ein jährliches Wachstum von 50 Prozent, obwohl es für jede Tonne Kakaobohnen, die es kauft, eine Prämie von 175 US-Dollar bezahlt – ein Preis, der über dem „Fair-Trade“-Wert liegt. Seit 2012 hat Tony’s Chocolonely seinen Umsatz fast um das Neunfache gesteigert, auf 44,9 Millionen Euro im Jahr 2017.

Aber ein so schnelles Wachstum birgt auch Herausforderungen. Als Tony’s Chocolonely seinen Umsatz steigerte, war das Unternehmen schnell zu groß für die unzähligen Tabellenkalkulationen, die seine Vertriebs- und Finanzexperten einsetzten, um den Überblick über das Geschäft zu behalten. Fehler und Nachbesserungen waren die Regel. „Mit Tabellenkalkulationen zu arbeiten bedeutete, dass unsere Verkäufer die meiste Zeit damit verbrachten, Fehler zu beheben statt Schokolade zu verkaufen“, sagt der Vertriebler „Choconator“ Frits Snel.

Da Tony’s Chocolonely Bohnen nur von landwirtschaftlichen Partnergenossenschaften kauft, hat das Unternehmen nur wenige Versorgungsalternativen, wenn seine Prognosen danebenliegen, was Genauigkeit umso wichtiger macht. „Vorausschauende Planung ist für uns entscheidend“, sagt Frans Pannekoek, der „Bean to Bar Tender“ (von der Bohne bis zur Tafel) des Unternehmens, der für die Lieferkette verantwortlich ist. „Wir können nicht einfach bei einer anderen Genossenschaft kaufen, wenn einer unserer Partner nicht genügend Bohnen liefern kann.“
Oracle Cloud hilft uns, eine realistische Prognose zu erstellen, die ich ans operative Geschäft weitergebe, damit mein Team mit den richtigen Lieferanten zusammenarbeiten und den Warenfluss beschleunigen kann
Frans Pannekoek« Bean to Bar Tender » de l’approvisionnement, Chocolonely
Mithilfe der Prognosefunktionen kann Tony’s Chocolonely nicht nur seine Wachstumsziele, sondern auch die Markenprinzipien einhalten.

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