Was ist Lift-and-Shift?

2. September 2022

„Lift-and-Shift“ ist eine Strategie zur Migration älterer Anwendungen in die Cloud. Dabei werden diese zunächst offline genommen und anschließend in die Cloud hochgeladen. Nach dem Hochladen kann der Lift-and-Shift-Ansatz verschiedene Cloud-Modelle nutzen – Infrastructure-as-a-Service (IaaS), Platform-as-a-Service (PaaS) oder Software-as-a-Service (SaaS).

Vorteile von Lift-and-Shift

Lift-and-Shift ist eine kosteneffiziente Methode, um Anwendungen von lokalen Servern in die Cloud zu migrieren, da dabei keine Änderungen an den bestehenden Anwendungen erforderlich sind.

Bei diesem Ansatz müssen die Daten zunächst in den Cloud-Speicher hochgeladen werden, bevor sie von Entwicklern für zukünftige Funktionen der neuen Cloud-Anwendung genutzt werden können. Durch diese Vorgehensweise lassen sich Vorgänge mit cloudbasierten Daten auch ohne aktive Internetverbindung durchführen. Das bedeutet, dass die Anwendung von einer größeren Zahl von Unternehmen mit langsamerer Internetgeschwindigkeit genutzt werden kann. Sobald alle Daten hochgeladen sind, kann der Lift-and-Shift-Ansatz erneut angewendet werden, um neue Funktionen für Benutzer hinzuzufügen.

Einer der attraktivsten Vorteile von Lift-and-Shift besteht darin, dass Unternehmen Cloud-Speicher implementieren können, ohne den Zugriff auf ihre bestehenden On-Premises-Daten aufzugeben. Auch wenn dies zunächst nach einer effizienten Lösung klingt, bringt eine Lift-and-Shift-Cloud-Migration eigene Herausforderungen mit sich – insbesondere für IT-Teams, die wenig Erfahrung mit der Migration von Services haben.

Unternehmen, die sich für eine Lift-and-Shift-Strategie entscheiden, sollten mit einem Cloud-Anbieter zusammenarbeiten, der eine nahtlose Integration und Migration ermöglicht.

Der Lift-and-Shift-Prozess

Der Lift-and-Shift-Prozess wird häufig als Alternative zu einer vollständigen Cloud-Migration eingesetzt und eignet sich hervorragend als Proof of Concept. Dabei werden ausgewählte Daten und Anwendungsdatenbanken migriert, während andere On-Premises verbleiben, um die Cloud-Umgebung für die zukünftige Nutzung vorzubereiten. Ein gutes Beispiel hierfür ist Oracle Database.

Der erste Schritt im Lift-and-Shift-Prozess besteht darin, sowohl die On-Premises als auch die Cloud-Umgebung vorzubereiten. Die Cloud-Plattform sollte zunächst mit einer Testumgebung eingerichtet werden, bevor Anwendungen oder Daten verschoben werden. Oracle Databases müssen vorbereitet werden, um die Skalierbarkeit und Flexibilität der Cloud optimal zu nutzen – daher sollte vor der eigentlichen Datenmigration ausreichend Zeit eingeplant werden.

Sobald Ihre On-Premises- und cloudbasierte Infrastruktur eingerichtet und getestet ist, können Sie den Lift-and-Shift-Prozess starten. Dieser sollte schrittweise durchgeführt werden, um Konflikte mit On-Premises betriebenen Anwendungen zu vermeiden. Verschieben Sie zunächst nur ausgewählte Datensätze, um diese schneller und effizienter in die Cloud zu übertragen.

Nach einer erfolgreichen ersten Migration können weitere Datenelemente nach und nach verschoben werden. Wenn Ihre cloudbasierte Infrastruktur stabil läuft und alle Daten vollständig migriert wurden, können Sie anschließend mit der Migration Ihrer Anwendungen beginnen.

Wann Sie Lift-and-Shift als Option wählen sollten

Sehen wir uns nun einige der wichtigsten Überlegungen und Risiken an, die Sie berücksichtigen sollten, wenn Sie entscheiden, ob Sie Daten in die Cloud verschieben.

Zunächst ist es wichtig, den Unterschied zwischen „Verschieben“ und „Übertragen“ von Daten zu verstehen. Daten können aus Ihrem System in die Cloud verschoben werden, um dort gespeichert zu werden – sie müssen jedoch gegebenenfalls überarbeitet oder angepasst werden, bevor sie wieder nutzbar sind.

In manchen Fällen sind die in der Cloud gespeicherten Daten nicht vollständig kompatibel mit dem ursprünglichen System und müssen erst transformiert werden, bevor sie verwendet werden können. Ein Beispiel wäre, wenn Sie Oracle Daten in einer cloudbasierten Microsoft SQL Server-Lösung speichern möchten.

Verschieben oder übertragen Sie daher nur Daten, die Sie künftig tatsächlich wieder nutzen werden. Wenn Daten nach der Migration keinen Mehrwert mehr bieten, ist es nicht sinnvoll, sie in der Cloud zu speichern und dafür Kosten zu tragen.

Zweitens sollten Sie genau wissen, wo Ihre Daten gespeichert werden, wenn Sie eine Cloud-Speicherlösung verwenden. Daten können während der Verarbeitung oder Übertragung mehrere Standorte durchlaufen, bevor sie endgültig in der Cloud ankommen. Stellen Sie daher sicher, dass Sie jederzeit wissen, wo sich Ihre Daten befinden – insbesondere, wenn es sich um sensible Informationen handelt.

Abschließend sollten Sie beim Verschieben von Daten in oder aus der Cloud mehrere Sicherheitsaspekte berücksichtigen. Während der Übertragung zwischen Servern oder während der Verarbeitung können Daten anfällig sein – daher ist es wichtig, sich möglicher Sicherheitsrisiken bewusst zu sein.

Beachten Sie all diese Faktoren, bevor Sie eine Datenverschiebung in die Cloud in Erwägung ziehen, um sicherzustellen, dass Ihre Daten sicher, vollständig und kosteneffizient gespeichert werden.

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