Sind Sie bereit für die DSGVO? – Whitepaper
Was die DSGVO für Marketingleiter bedeutet
Ist die Aufregung gerechtfertigt?

Als Bindeglied zu Kunden und ihren Daten sind Marketingfachkräfte wie niemand sonst von der DSGVO betroffen. In dieser Fragerunde sprechen Marie Escaro und Kim Barlow über die Auswirkungen der DSGVO für Marketingteams.

Ist die Aufregung rund um die DSGVO gerechtfertigt? Wie ernst sollten Marketingfachkräfte die Verordnung nehmen?

Kim:
Die europäischen Regulierungsbehörden haben das klare Mandat, die Art und Weise, wie Unternehmen Daten erfassen, verwenden und weitergeben, strenger zu kontrollieren. Angesichts der empfindlichen Strafen bei Verstößen gegen die DSGVO gehen Unternehmen auf Nummer sicher. Marketingfachkräfte sollten die Verordnung sehr ernst nehmen – immerhin gehört es zu ihrer Aufgabe, sicherzustellen, dass das Unternehmen einen präskriptiven Ansatz für die Beschaffung, Verwaltung und Nutzung von Daten verfolgt.

Marie:
Unternehmen sind zunehmend auf Daten angewiesen, um ihre Kunden besser ansprechen zu können. Daten gelten heute als weiche Währung der modernen Unternehmen. Daher liegt es im Interesse der Firmen, die erforderlichen Maßnahmen umzusetzen, um sich und ihre Kunden zu schützen.

Was bedeutet dies für Marketingleiter und Marketingteams?

Marie:
Marketingteams müssen genau wissen, welche Daten ihnen vorliegen, wann sie erfasst und wie sie im gesamten Unternehmen genutzt werden. Mit dieser Transparenz können Sie Prozesse definieren, um die Daten zu kontrollieren. Ich habe einmal mit einem Unternehmen zusammengearbeitet, das Daten in sieben verschiedenen Datenbanken ohne gemeinsame Kennzeichnung gespeichert hat. Es hat zwei Jahre gedauert, all diese Daten auf einer zentralen Datenbank zu vereinheitlichen. Dieses Beispiel sollte für Unternehmen in vergleichbaren Situationen Motivation genug sein, noch heute mit der Konsolidierung ihrer Daten zu beginnen. Ebenso wichtig ist es, Verfahren für die Priorisierung der Datenqualität einzurichten. Hinsichtlich der Sicherheit ist die Verschlüsselung ein guter Ansatz. Marketingfachkräfte müssen aber auch sicherstellen, dass ihre Teams mit relevanten und korrekten Daten arbeiten.

Warum sind Marketingfachkräfte das Thema nicht früher angegangen?

Kim:
Es gibt immer noch falsche Vorstellungen davon, wer in einem Unternehmen für den Datenschutz verantwortlich ist. Man neigt dazu, die Zuständigkeit der IT- und Rechtsabteilung zuzuschreiben. Dabei nutzt jede Abteilung Daten in irgendeiner Form und muss sicherstellen, dass diese Nutzung verantwortungsvoll erfolgt. Marketingfachkräfte müssen hier ihrer Verantwortung nachkommen.

Viele Unternehmen verfolgen auch einen isolierten Ansatz für das Vertriebsmarketing und Marketingdaten, was die erforderliche Zusammenarbeit erschwert. Die isolierten Kanäle in Marketingteams sind in Jahren des Wachstums, der Expansionen und Übernahmen entstanden. Die Konsolidierung muss höchste Priorität einnehmen, damit alle Mitarbeiter des Unternehmens mit einer zentralisierten Datenplattform arbeiten können.

Behindert das Unternehmen oder sorgt es für mehr Ärger, als es wert ist?

Kim:
Datenschutz ist in jedem verantwortlichen Unternehmen jede Mühe wert. Bei der DSGVO geht es jedoch nicht nur um Datenschutz. Sie ist ein Rahmenwerk für neue Arbeitsweisen, mit denen Unternehmen ihren Ansatz für die Datenverarbeitung modernisieren können, wovon sie auf lange Sicht profitieren. Wenn wir akzeptieren, dass Daten eine Ressource mit Marktwert sind, ist es nur natürlich, dass Kunden eine bessere Kontrolle darüber erlangen, wer auf ihre personenbezogenen Daten zugreifen kann und wie sie genutzt und weitergegeben werden. Für Unternehmen, die Wert aus diesen Daten gewinnen, ist es vorteilhaft, Kunden die Sicherheit zu vermitteln, dass ihre Daten geschützt und verantwortungsvoll verarbeitet werden, – und gleichzeitig zu gewährleisten, dass die Daten besser strukturiert und von höherer Qualität sind.

Was sollten Marketingleiter tun, um die DSGVO erfolgreich anzugehen?

Marie:
Wie bei jedem größeren Projekt ist ein strukturierter Ansatz ebenso wichtig für den Erfolg wie die Unterstützung durch die Mitarbeiter. Marketingleiter sollten dieses Thema nicht aus den Augen verlieren, aber im Rahmen einer unternehmensweiten DSGVO-Strategie zumindest einen einzelnen Mitarbeiter oder ein Team mit dem Datenschutz betrauen. Das Marketingteam muss sich an diesem gemeinsamen Einsatz beteiligen und zusammen mit der Finanz- und der IT-Abteilung, mit dem Vertrieb, dem operativen Geschäft und anderen Unternehmensbereichen sicherstellen, dass alle Daten berücksichtigt und ordnungsgemäß geschützt werden.

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