Vortrag auf der Oracle OpenWorld 2017 – Larry Ellison

Larry Ellison kündigt eine „große Sache” an:
Die autonome Datenbank von Oracle

Oracle Database18c wird sich selbst automatisch und ohne manuelles Eingreifen patchen, optimieren und aktualisieren und so menschliche Fehler und bösartiges Verhalten minimieren.

Von Rob Preston



Oracle CTO Larry Ellison stellt die weltweit erste selbstverwaltete autonome Datenbank von Oracle vor.

SAN FRANCISCO – Larry Ellison wirft einen Blick in die Zukunft der Informationstechnologie: Autonome, adaptive, selbstverwaltete Systeme sind sicherer als je zuvor.

Und diese Zukunft ist jetzt eingetreten, wie der Executive Chairman und CTO von Oracle in seiner eröffnenden Keynote der Oracle OpenWorld bekannt gab. Und dies in der Form der Oracle Database 18c, die er als die erste Datenbank der Welt beschreibt, die zu 100 Prozent selbstverwaltet und autonom ist – eine noch zuverlässigere, kostengünstigere nächste Generation der Top-Datenbank des Unternehmens.

Die auf maschinellem Lernen (eine „Technologie, die in jeder Hinsicht so revolutionär ist wie das Internet”, erklärte Ellison) basierenden Funktionen der Oracle Database 18c für das selbständige Patchen und Optimieren werden die menschliche Intervention minimieren und menschliche Fehler nahezu eliminieren, was Sicherheitsrisiken minimiert und Datenbank-Managern mehr Zeit für qualifiziertere Arbeiten verschafft.

Oracle SLAs garantieren Kunden eine Verfügbarkeit von 99,995 %, was einer durchschnittlichen geplanten und ungeplanten monatlichen Ausfallzeit von weniger als 2,5 Minuten entspricht.

“Das ist übrigens eine große Sache. Das macht kein anderer”, sagte Ellison und ergänzte: „Das ist die wichtigste Sache, die wir seit sehr langer Zeit gemacht haben.”

Genau so, wie autonome Fahrzeuge, Roboter, Drohnen und andere ML-basierte intelligente Maschinen den Transport, die Fertigung, Paketzustellung und andere Branchen transformieren werden, wird ML-Technologie auch die Sicherheit und das Management der IT grundlegend transformieren, erklärte er. ML-Algorithmen werden z. B. Unternehmen helfen, ihre Informationssicherheit zu verbessern, indem sie riesige Mengen protokollierter Daten analysieren und Ausreißer und ungewöhnliche Muster kennzeichnen, bevor Eindringlinge Schaden anrichten können. Ellison führte das Beispiel eines in Kalifornien ansässigen Einzelhändlers an, der proaktiv den Anmeldeversuch einer Person blockieren kann, die vorgibt der CFO zu sein und sich von einem Computer in der Ukraine beim Finanzsystem anmelden möchte.

Im Fall einer selbstverwalteten Oracle Database 18c führen ML-Algorithmen das automatische und fortlaufende Patchen, Optimieren, Sichern und Aktualisieren des Systems ohne manuelle Intervention durch – und all dies während das System ausgeführt wird. Dies minimiert die Möglichkeit, dass es zu menschlichen Fehlern oder bösartigem Verhalten kommt.

“Unsere Computer befinden sich im Cyberkrieg mit deren Computern”, erklärte Ellison und merkte an, dass der kürzliche Einbruch bei Equifax, bei dem die personenbezogenen Daten von rund 143 Millionen Amerikanern ausgespäht wurden, scheinbar größtenteils durch einen menschlichen Fehler verursacht wurde – weil wichtige Netzwerksysteme nicht gepatcht wurden. “Und wir brauchen sehr viel bessere Computersysteme, weitaus mehr Automatisierung, wenn wir unsere Daten verteidigen wollen.”

Echte Garantie

Die autonome Oracle Database18c benötigt außerdem keine geplanten Ausfallzeiten für die Bereitstellung, Sicherung, das Patchen, die Aktualisierung und andere Wartungsmaßnahmen. Von daher garantieren die Service-Level-Vereinbarungen von Oracle den Kunden eine Verfügbarkeit von 99,995 %, was einer durchschnittlichen geplanten und ungeplanten Ausfallzeit von weniger als 2,5 Minuten pro Monat bzw. 30 Minuten pro Jahr entspricht.

Larry Ellison

Die autonome Datenbank von Oracle wird schneller arbeiten und weniger personelle Unterstützung als vergleichbare Angebote von AWS erfordern, sagte CTO Larry Ellison.

Er wies darauf hin, dass auch viele Wettbewerber von Oracle, darunter vor allem Amazon Web Services, für ihre Cloud-Datenbankservices eine mindestens 99 %ige Systemverfügbarkeit angeben – wobei die Sache einen Haken hat.

“Sie schließen ungeplante Ausfallzeiten wegen Wartungsarbeiten, ungeplante Ausfallzeiten aufgrund von Softwarefehlern, ungeplante Ausfallzeiten aufgrund von Konfigurationsänderungen, ungeplante oder geplante Ausfallzeiten für Sicherheitspatches explizit aus”, erklärte Ellison. „Sie schließen das einfach alles aus. Im Grunde schließen sie alle Gründe aus, die bei Ihnen zu Ausfallzeiten führen und verkünden dann, dass es bei ihnen keine Ausfallzeiten gibt.”

Oracle Database 18c wird „elastisch” sein, was bedeutet, dass sie Computing- und Speicherressourcen blitzschnell vergrößern und verkleinern kann. Und weil die Datenbank schneller arbeiten wird (und weniger Rechenkapazität und Speicher benötigt) und weniger personelle Unterstützung benötigt, als vergleichbare Angebote von AWS, kündigte er an, dass Oracle Kunden, die ihre Datenbanken von Oracle oder AWS aus der AWS Cloud in die Oracle Cloud verlagern, Kosteneinsparungen von mindestens 50 Prozent garantiert.

Größere Performance, kleinere Rechnung

Ellison führte die Teilnehmer der Oracle OpenWorld durch sechs realistische Workload-Vergleiche, die das überragende Preis-/Leistungsverhältnis der autonomen Datenbank in der Oracle Cloud im Vergleich zur Oracle Database in der AWS Cloud und zur Redshift-Datenbank von AWS in der AWS Cloud demonstrierten.

Das Fazit: Die reine Oracle Lösung benötigt keine Administration, erleichtert das Definieren von Tabellen und das Laden von Daten, während sie automatisch komprimiert, zwischenspeichert und indexiert. Die AWS-Lösung hingegen erfordert erhebliche Administration und Optimierung, was beachtliche Zusatzkosten für Personal und Unterstützungstechnologie erfordert, führte Ellison aus.

Ellison betonte, dass die Oracle Database 18c Datenbankadministratoren keineswegs verdrängen, sondern von manuellen Routineaufgaben befreien wird.

“Für AWS müssen Sie viele Mitarbeiter einstellen, um das System zu installieren und bereitzustellen. Außerdem müssen Sie die Datenbank optimieren, entladen und neu laden”, sagte Ellison. „Dies erfordert ein hohes Maß an Fachwissen und Administration [und es ist] sehr teuer im Hinblick auf den Arbeitseinsatz, es besteht die Gefahr, dass menschliche Fehler gemacht werden und Sie erhalten eine sehr hohe Rechnung von Amazon, im Vergleich zu der viel niedrigeren Rechnung von Oracle.”

Oracle plant, anfangs zwei Cloud-Versionen der Oracle Database 18c anzubieten. Eine Version für Data Warehouse- und Analyse-Workloads mit dem Namen Oracle Autonomous Data Warehouse Cloud wird später in diesem Jahr erscheinen. Geplant sind die Bereitstellung eines zwei mal schnelleren spaltenorientierten In-Memory-Speichers und einer rund 100 mal schnelleren Abfrageverarbeitung sowie In-Memory-Analysen für externe Daten. Eine Version mit Online-Transaktionsverarbeitung mit dem Namen Oracle Autonomous Database Cloud, wird im Sommer 2018 herausgebracht werden. Diese wird einen vier mal schnelleren In-Memory-OLTP-Zugriff bieten.

Wie alle anderen Cloud-Angebote von Oracle werden auch alle Versionen dieser Datenbank der nächsten Generation entweder in der öffentlichen Cloud von Oracle oder im Rahmen des Programms Cloud at Customer hinter den Firewalls der Kunden bereitgestellt. Und Oracle plant weitere autonome Services, wie den Autonomous Express Database Cloud Service und den Autonomous NoSQL Database Cloud Service.

Höhere Qualifikationen

Ellison betonte, dass die Selbstverwaltungsfunktionen von Oracle Database 18c Datenbankadministratoren und -Manager nicht verdrängen, sondern von manuellen Routineaufgaben befreien und deren Rolle verbessern wird.

“Es wird zu einer Migration, einer Weiterentwicklung von Datenbankqualifikationen kommen, bei denen der Fokus stärker auf Datenbankdesign, Schemadesign, verschiedenen Arten der Datenanalyse liegen wird. Hierzu gehört auch maschinelles Lernen, das Richtlinien festlegen wird, die auf unternehmenskritische Aspekte ausgerichtet sind, wozu Disaster Recovery erforderlich ist, um diese Richtlinien zu ermitteln”, erläuterte Ellison. “Autorisierung – Wer darf die Daten wann sehen, wer und wann nicht. All diese Dinge. Und noch viele weitere… Zeit, um für den Schutz Ihrer Daten zu sorgen, denn dieses Problem wird immer größer.”

Die Technologielösungen sind dabei, sehr viel besser zu werden.


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