Was ist ERP?

Das Akronym ERP steht für Enterprise Resource Planning. ERP bezieht sich auf die Systeme und Softwarepakete, die Unternehmen zum Verwalten alltäglicher Geschäftsaktivitäten verwenden, wie z. B. Rechnungswesen, Beschaffung, Projektmanagement und Fertigung. ERP-Systeme werden zusammengeführt, um eine Fülle an Geschäftsprozessen zu definieren und den Datenfluss zwischen diesen Prozessen zu ermöglichen. ERP-Systeme erfassen gemeinsame transaktionale Daten eines Unternehmens aus mehreren Datenquellen, sodass doppelte Daten vermieden und Datenintegrität über eine einzige verlässliche Datenquelle bereitgestellt werden.

Für tausende Unternehmen unterschiedlicher Größe und Branchenzugehörigkeit sind ERP-Systeme heutzutage eine kritische Voraussetzung für die Verwaltung ihrer Geschäftsprozesse. Für diese Unternehmen ist ERP so unverzichtbar wie die Stromversorgung der Geschäftsräume.

ERP-Grundlagen

ERP-Systeme werden basierend auf einer gemeinsamen, definierten Datenstruktur (Schema) konzipiert, die in der Regel eine gemeinsame Datenbasis hat. ERP-Systeme bieten anhand von gemeinsamen Konstrukten, Definitionen und Benutzererfahrungen Zugriff auf Unternehmensdaten aus mehreren Aktivitäten.

Ein wesentliches ERP-Merkmal ist die zentrale Erfassung von Daten für eine weite Verbreitung.

Statt mehrere eigenständige Datenbanken mit einer endlosen Fülle aus unzusammenhängenden Arbeitsblättern zu verwalten, bringt ERP Ordnung in das Chaos und sorgt dafür, dass alle Nutzer – vom CEO bis zu Mitarbeitern aus dem Rechnungswesen – die gleichen Daten aus gemeinsamen Prozessen erstellen, speichern und verwenden können. Ein sicheres und zentralisiertes Datenrepository sorgt dafür, dass alle Mitarbeiter im Unternehmen über korrekte, aktuelle und vollständige Daten verfügen. Datenintegrität wird für alle unternehmensweit ausgeführten Aufgaben gewährleistet – von einer Quartalsbilanz bis hin zu einem Einzelbericht über Außenstände – ohne die Verwendung fehleranfälliger Arbeitsblätter.

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Der Geschäftswert von ERP

Die Auswirkungen von ERP in der heutigen Geschäftswelt können nicht ignoriert werden. Durch die Integration von Unternehmensdaten und -prozessen in ERP-Systeme sind Unternehmen in der Lage, unterschiedliche Abteilungen aufeinander abzustimmen und den Workflow zu verbessern, wodurch erhebliche Bottom-Line-Einsparungen erzielt werden. Beispiele für konkrete Geschäftsvorteile:

  • Verbesserte Geschäftseinblicke—dank Echtzeitdaten, die im Rahmen von Berichten generiert werden
  • Geringere Betriebskosten—durch definierte und schlankere Geschäftsprozesse
  • Verbesserte Zusammenarbeit durch Nutzer, die Daten in Verträgen, , Anforderungen und Bestellungen gemeinsam verwenden
  • Gesteigerte Effizienz — durch eine gemeinsame Nutzererfahrung über viele Geschäftsfunktionen und verwaltete Geschäftsprozesse hinweg
  • Konsistente Infrastruktur — vom Backoffice bis zum Frontoffice teilen sich alle Geschäftsaktivitäten ihren Look & Feel
  • Hohe Nutzerakzeptanzraten — durch eine gemeinsame Nutzererfahrung und Design
  • Verringertes Risiko — durch verbesserte Datenintegrität und finanzielle Kontrollen
  • Niedrigere Verwaltungs- und Betriebskosten — durch verbesserte Datenintegrität und Finanzkontrollen

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Damals: Die Geschichte von ERP

Von Papierkarten zu Mobilgeräten

Die Ursprünge von ERP liegen mehr als 100 Jahre zurück. 1913 entwickelte der Ingenieur Ford Whitman Harris das sogenannte Losformelmodell (engl. Economic Order Quantity, EOQ), ein papierbasiertes Fertigungssystem für die Produktionsplanung. Jahrzehntelang war EOQ der Standard im Fertigungswesen. Der Werkzeughersteller „Black and Decker“ änderte die Spielregeln, als er 1964 als erstes Unternehmen eine MRP-Lösung (Material Requirements Planning, Materialbedarfsplanung) implementierte, die EOQ-Konzepte mit einem Mainframe-Computer kombinierte.

MRP blieb solange der Fertigungsstandard, bis im Jahr 1983 die Fertigungsressourcenplanung (Manufacturing Resource Planning, als MRP II bezeichnet) entwickelt wurde. MRP II stellte Module als eine zentrale architektonische Softwarekomponente bereit und integrierte zentrale Fertigungskomponenten wie Einkauf, Stücklisten, Zeitplanung und Auftragsmanagement. Zum ersten Mal wurden unterschiedliche Fertigungsaufgaben in einem gemeinsamen System integriert. MRP II bot auch eine überzeugende Vision dahingehend, wie Unternehmen Software nutzen könnten, um Unternehmensdaten gemeinsam zu nutzen, zu integrieren und die betriebliche Effizienz zu verbessern – durch eine bessere Produktionsplanung, reduziertes Inventar und weniger Abfall (Überschuss).

Mit der Weiterentwicklung von Computertechnologien in den 1970er und 1980er Jahren wurden MRP II-ähnliche Konzepte entwickelt, um die Geschäftsaktivitäten über die Fertigung hinaus zu verwalten. Es wurden Daten aus den Bereichen Finanzen, CRM und Human Ressources hinzugefügt. Im Jahr 1990 hatten Technologieexperten einen Namen für diese neue Kategorie der Geschäftsmanagementsoftware gefunden: Enterprise Resource Planning.

Heute: ERP heute.

Von serverbasierten Lösungen bis zur Cloud

Von den 1990er-Jahren bis Anfang des 20. Jahrhunderts verzeichnete ERP einen rapiden Zuwachs; immer mehr Unternehmen verließen sich auf ERP zum Optimieren ihrer zentralen Geschäftsprozesse und zum Verbessern der Datenpräsenz. Gleichzeitig begannen die mit der Implementierung von ERP-Systemen verbundenen Kosten in die Höhe zu schnellen. On-Premise-Lösungen waren nicht nur mit aufwendigen Kapitalinvestitionen in Bezug auf Hardware und Software verbunden, sondern erforderten häufig auch zusätzliche Kosten für benutzerdefinierte Codierung, Berater und Schulungen.

ERP-Technologie hat sich zur Anpassung an das Internet weiterentwickelt, mit neuen Funktionen und Funktionalitäten, wie z. B. eingebettete Analysen. Im Verlauf der Zeit haben viele Unternehmen erkannt, dass ihre On-Premise-ERP-Systeme nicht mit modernen Anforderungen und neuen Technologien, wie z. B. Smartphones, standhalten können.

Migrieren Sie ERP in die Cloud, oder nutzen Sie das Software-as-a-Service (SaaS)-Bereitstellungsmodell für ERP. Wenn sich Ihre ERP-Software „in der Cloud“ befindet, wird sie in einem Netzwerk aus Remote-Servern aufbewahrt, statt in den Geschäftsräumen des Unternehmens. Die Cloud ist eine preisgünstige Alternative für ERP, mit der Sie sowohl die Betriebskosten als auch die Investitionskosten senken können, da weder Software noch Hardware angeschafft noch neue IT-Mitarbeiter eingestellt werden müssen. Es ist keine teure Infrastruktur erforderlich, sodass Ressourcen in Wachstumschancen investiert werden können. Mitarbeiter können Ihren Fokus verlagern und sich wichtigeren Aufgaben als der Verwaltung der IT zuwenden.

ERP der nächsten Generation

Auf Unternehmen aller Größen ausgerichtet

In der Vergangenheit waren ERP-Systeme für kleine oder mittlere Unternehmen häufig nicht bezahlbar – mit der Cloud wurde diese Barriere beseitigt. Mit einer SaaS-Lösung können kleinere Unternehmen die gleiche bewährte branchenstarke ERP-Software nutzen, die große Unternehmen bereits seit Jahren verwenden. Cloud-basierte ERP-Lösungen können ohne Investitionsausgaben schnell implementiert werden. Kleinen bis mittleren Unternehmen, die schnell Innovationen umsetzen und neue Geschäftsgelegenheiten ergreifen möchten, bietet die Cloud die erforderliche Flexibilität, um neue Nutzer schnell hinzufügen und auf wechselnde betriebliche Bedürfnisse reagieren zu können.

Schnelleinstieg mit Oracle ERP

Ein erweitertes Unternehmen schaffen, um neue Geschäftsfelder zu entwickeln

Wenn die zentrale finanzielle Architektur von Cloud ERP auf Customer Relationship Management (CRM), Supply Chain Management (SCM), Human Capital Management (HCM) und Enterprise Performance Management (EPM) erweitert wird, kann das System alle Anwendungen in einem einzigen Datenspeicher vereinen und somit in einer Benutzeroberfläche kombiniert werden. Mit einem erweiterten Cloud ERP-System können alle Abteilungen mit höherer Transparenz und besserer Zusammenarbeit verwaltet werden, so als wären sie eine einzige Abteilung Darüber hinaus bietet ein erweitertes ERP Cloud-System Zugriff auf erweiterte Berichtsfunktionen, wie z. B. Datenvisualisierung und erweiterte Analysen. Dank des Zugriffs auf neue Technologien, wie z. B. das Internet der Dinge, erhalten Unternehmen einen umfassenden Echtzeit-Einblick in die Geschäftsaktivitäten im Backoffice und Frontoffice sowie in Lagern und Fabrikhallen. Diese Informationen werden über Social Tools auf den Mobilgeräten der Mitarbeiter bereitgestellt.

Für das digitale Zeitalter geschaffen, vereinen moderne ERP Cloud-Systeme mobile, soziale und Analytics Tools. Alles andere wird ein Unternehmen nicht voranbringen.

Treffen Sie mit Oracle ERP Cloud die besten Unternehmensentscheidungen

Schon immer hatten Unternehmen Schwierigkeiten damit, die hohen Kosten und die Komplexität des Systems mit den Erfordernissen angepasster Funktionen und Flexibilität in Einklang zu bringen und gleichzeitig den geschäftlichen Anforderungen gerecht zu werden. Erfahren Sie, wie Oracle ERP Cloud verbundene Teams, einheitliche Daten und Echtzeit-Einblicke ermöglicht, um Sie und Ihr Finanzteam dabei zu unterstützen, die besten Unternehmensentscheidungen zu treffen. Stellen Sie sich den Herausforderungen von heute mit dem ERP von morgen.