Reederei NSB macht Kosten transparent und beschleunigt Reporting von Stunden auf Sekunden
 
 

Reederei NSB macht Kosten transparent und beschleunigt Reporting von Stunden auf Sekunden

Die Reederei NSB bereedert als Dienstleistungsunternehmen für Charter- und Linienreedereien Container- und Tankschiffe. Die Dienstleistung besteht darin, dafür zu sorgen, dass die Schiffe
betriebsbereit sind – von Crew und Proviant an Bord bis hin zu Reparaturen und Schmierstoffen. Kapitalgeber für die Schiffe sind Emissionshäuser und Banken, die die Mittel über Schiffsfonds von Investoren zusammentragen. Lange Jahre sind die Schiffe von NSB angesichts der zunehmenden Globalisierung und des Wachstums des Welthandels mit Gewinn gefahren. Mit der Weltwirtschaftskrise 2008 kam es erstmals zu Einbrüchen im Transportgeschäft und damit zu sinkenden Gewinnausschüttungen – bis hin zu „Nullrunden“. In dieser Situation musste NSB die Ergebnissituation jedes einzelnen Schiffes in einer Aktualität, Tiefe und Transparenz erklären, die mit Excel-Tabellen nicht möglich war. Mit der Oracle Business Intelligence Suite Standard Edition One (BI SE1) wurde ein Analyse- und Reportingsystem aufgebaut, das nun monatliche Abschlüsse und übersichtliche Analysen pro Schiff auf Knopfdruck erlaubt.

 
Höherer Informationsbedarf in Krisenzeiten

A word from Niederelbe Schiffahrtsgesellschaft mbH &Co. KG (Reederei NSB)

  • “Der Nutzen der Oracle Business Intelligence Suite Standard Edition One ist für uns wirklich immens. Wir können per Knopfdruck Auswertungen erstellen, die es vorher in der Form nicht gab und erzielen auf diese Weise völlige Kostentransparenz.”– Torge Schulz, Head of Financial Controlling, Niederelbe Schiffahrtsgesellschaft mbh & Co. KG

Jedes der 113 Schiffe, die NSB bereedert, wird wie ein eigenes Unternehmen geführt. Die 98 Container- und 15 Tankschiffe sind in sechs Flotten zusammengefasst. Für jede gibt es – quasi als „Manager“ – einen Flottenleiter sowie nautisch-technische Inspektoren, die über das Know-how für die Maschinen, die nautische Inspektion, das Navigationsgerät, etc. verfügen. Für das Crewing ist die Abteilung Personal-See zuständig. Sie koordiniert unter anderem den Einsatz der rund 3.800 Seeleute, sorgt dafür, dass diese zur richtigen Zeit am richtigen Hafen bereitstehen. Und noch eine weitere Dienstleistung steuert NSB: Alle fünf Jahre muss für ein Schiff eine Klassendockung durchgeführt werden, bei der der Germanische Lloyd die technische Betriebsfähigkeit der Schiffe inspiziert.

Auch die kaufmännische Bereederung deckt NSB ab. Sämtliche Rechnungen für die Schiffe werden verbucht, es werden Monatsabrechnungen erstellt, Quartalsabschlüsse und der Jahresabschluss. Quartalsweise berichtet NSB die kaufmännischen Daten an die Emissionshäuser, stellt Plan-/Ist-Vergleiche an und berichtet über die Chartersituation der Schiffe, damit die Anteilseigner informiert sind.

Mit Beginn der weltweiten Finanzkrise ist die Situation in Handel und Transport schwieriger geworden, es wurde weniger transportiert, so dass vor drei Jahren 12% der Containerflotte auflag und auf Aufträge wartete. Hatten die Schiffe in dieser Lage Charterverträge, mussten die Linienreedereien für die Schiffe zahlen, ohne ihrerseits Umsatz zu machen. Waren die Charterverträge ausgelaufen, erzielten NSB beziehungsweise die Kapitalgeber keine Einnahmen aus der Charter, hatten aber alle Schiffskosten voll zu tragen. „In solchen Momenten ist der Informationsbedarf über die Kostensituation eines Schiffes natürlich viel größer, als in den ‚fetten‘ Jahren“, sagt Torge Schulz, Leiter Controlling. „Die Betroffenen wollen verstehen, wie sich die schlechte kaufmännische Entwicklung begründet. Und sie wollen abschätzen können, wann sie als Investoren wieder Geld verdienen werden.“

 
Ein Tool für Transparenz

 
Report in Sekunden statt in 45 Minuten

 
Hohe Datenqualität und Geschwindigkeit

 
 

 
 

Challenges

  • Beschleunigung der Quartalsberichte über die kaufmännische Situation der Container- und Tankschiffe, die mitunter erst zu Anfang des übernächsten Quartals vorlagen
  • Ermöglichung einer zeitnahen Ursachenforschung bei Budgetübertretung einzelner Schiffe
  • Eliminierung des typischen Fehlerpotenzials durch die manuelle Datenerfassung für jedes einzelne Schiff
  • Benchmarks zum Kosten-Vergleich mehrerer Schwesterschiffe oder kumulierte Betrachtungen über mehrere Jahre ermöglichen, was mit Excel nicht möglich war

Solutions

  • Implementierung von Oracle Business Intelligence Suite Standard Edition One (BI SE1) für hohe Datenqualität und Kostentransparenz
  • Schnittstellen zwischen Oracle BI SE1 und Finanzbuchhaltung ermöglichen Standard-Reports pro Schiff auf Knopfdruck in 5 Sekunden statt vorher in 45 Minuten
  • Analyse-Reports geben Überblick über Budget-Übertretungen und erlauben zeitnahe Ursachenforschung
  • Übersicht über Entwicklung der Schiffsbetriebskosten je Schiff und Monat und kumulativ über längere Zeiträume
  • Rund 25 Key User arbeiten bereits mit Oracle BI SE1, es sollen noch mehr werden
  • Schrittweiser Aufbau von Schnittstellen zu kaufmännischen Systemen und Implementierung von Oracle BI SE1 durch Oracle Partner Triology GmbH
  • Implementierung von Oracle Essbase zur Modellierung von Planungsprozessen in Vorbereitung

Why Oracle

NSB verfügte bereits über eine Oracle Datenbank. Daher favorisierte die IT-Abteilung auch für die Business Intelligence-Anforderungen eine Lösung von Oracle. Allerdings hatte sich das Controlling als Business User der gesuchten Lösung schon fast auf einen anderen Anbieter festgelegt. „Letzten Endes gaben zum einen die Größe von Oracle und das damit verbundene Zutrauen in Innovationen und neue Entwicklungen den Ausschlag. Zum anderen hat uns Oracle Essbase in Kombination mit den Leistungsmerkmalen der Oracle Business Intelligence Suite beeindruckt“, sagt Torge Schulz.

Implementation Process

NSB ist ein gutes Beispiel dafür, dass die Oracle Business Intelligence Suite Standard Edition One auch schrittweise implementiert werden kann – genau in dem Umfang und Tempo, die für den Kunden am besten geeignet sind. Bereits vier Monate nach Projektstart im März 2010 war das erste BI-Paket für das Standard-Reporting voll umfänglich installiert. Inzwischen läuft die Implementierung noch immer, werden weitere Konten und Daten einbezogen. Besonders interessant in diesem Projekt war der Umstand, dass sehr viele heterogene Datenquellen in der Oracle BI SE1 vereinheitlich wurden. Nicht nur Finanzdaten, sondern auch Daten aus der Personalabteilung, aus dem Schiffsbetrieb und -management werden herangezogen und mit aus-gewertet. Triology hat unter anderem alle Schnittstellen zwischen diesen kaufmännischen Software-Systemen von NSB, der Oracle Datenbank und der Oracle BI SE1 gebaut.

NSB verfolgt einen „Coaching“-Ansatz, möchte nach und nach möglichst das gesamte Datenbank- und BI-Know-how im eigenen Haus haben. Daher waren IT und Controlling in alle Implementierungsschritte eingebunden. Bereits beschafft und als nächstes zur Implementierung vorgesehen ist Oracle Essbase zur Modellierung von Planungsprozessen. Dann wird die Analyse der Finanzdaten noch komfortabler, präziser und transparenter – „schließlich ist es ja nicht unser Geld, das wir ausgeben, sondern das der Anleger“, sagt Torge Schulz. „Da ist Kostentransparenz noch viel wichtiger.“

Partner

Die Braunschweiger Triology GmbH ist Oracle Gold Partner und verfügt besonders in der Transport- und Logistikindustrie sowie in der Schifffahrt über viel Erfahrung. In der Präsentation bei NSB konnte Triology sowohl die IT-Abteilung als auch das Controlling von der Schnelligkeit und Leistungsfähigkeit der Oracle BI SE1 überzeugen und hat anschließend die gesamte Implementierung übernommen. Dabei spielte insbesondere das Know-how hinsichtlich des Analysetools Oracle Essbase eine Rolle.